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Dachau/München:Dachauer Protest gegen eine dritte Startbahn

Anton Speierl (rechts) und weitere Startbahngegner aus Dachau nahmen am Freitag an einer Mahnwache teil.

(Foto: oh)

Die Initiative "AufgeMUCkt" demonstriert am Rande des Münchner Messegeländes.

Etwa 20 Aktivisten aus Dachau haben am Freitag an einer Mahnwache gegen die dritte Startbahn am Münchner Flughafen teilgenommen. "Wir wollen zeigen, dass wir in unserem Protest nicht nachlassen, bis die Frage zu unseren Gunsten entschieden ist", sagt Anton Speierl, Sprecher der Initiative "AufgeMUCkt". Nach seinen Schätzungen beteiligten sich etwa 200 Demonstranten an der Aktion. Versammelt hatten sich die Unterstützer des Aktionsbündnisses am Rande des Münchner Messegeländes. In der Messe tagte der CSU-Parteitag. Da die Teilnehmer der Mahnwache das Gelände der Messe nicht betreten durften, entrollen sie ihre Banner und Plakate an der Zufahrt zum Parkhaus. "Die vorbeifahrenden Politiker konnten uns gar nicht übersehen", erzählt Speierl. Ausgestiegen sei allerdings kein Volksvertreter, um mit ihnen zu diskutieren. Speierl ist trotzdem zufrieden. Sein Ziel sei es, den Politikern deutlich zu machen, dass der Widerstand gegen den Bau der Startbahn ungebrochen sei, auch wenn in der CSU-Landtagsfraktion derzeit Unterschriften für eine weitere Startbahn gesammelt werden sollen. "Die jüngsten Äußerungen von Horst Seehofer gehen in unsere Richtung", erklärt Speierl. Auch den CSU-Landtagsabgeordneten Anton Kreitmair und Bernhard Seidenath hat Speierl vor drei Tagen einen Brief geschrieben, in dem er die beiden bittet, sich zu der fraktionsinternen Unterschriftensammlung zu positionieren. Eine Antwort steht noch aus.

© SZ vom 21.11.2015 / SJAN
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