Rassismus„Ich weigere mich, das noch einmal durchleben zu müssen“

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„Wenn ich Ehrenamt lese, bin ich dabei“, sagt die 51-jährige Diane Pohl.
„Wenn ich Ehrenamt lese, bin ich dabei“, sagt die 51-jährige Diane Pohl. Niels P. Jørgensen

Diane Pohl ist vor zwölf Jahren aus Südafrika nach Bayern gekommen. Jetzt ist sie neue Sprecherin des Dachauer Integrations- und Asylbeirats. Über eine Frau, die sich hier wohlfühlt und dennoch gerade jetzt darüber nachdenkt, Deutschland wieder zu verlassen.

Von David Kulessa, Dachau

Der Tag, an dem Union und FDP im Bundestag gemeinsam mit der AfD für einen Fünf-Punkte-Plan zur Verschärfung der Migrationspolitik gestimmt haben, hätte für Diane Pohl eigentlich ein Feiertag sein sollen. Vor genau zwölf Jahren, am 29. Januar 2013, kam die gebürtige Südafrikanerin nach Deutschland – „um bei dem Mann zu sein, den ich liebe“. So schrieb sie es auf Facebook. Doch statt zu feiern, fühlte sich Diane Pohl an diesem Jubiläumstag „so unsicher wie noch nie“: Sie sei in Apartheid aufgewachsen, „und ich weigere mich, das noch einmal durchleben zu müssen“.

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