Projekt der KZ-Gedenkstätte:Dachau und der Tod der Demokratie

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Projekt der KZ-Gedenkstätte: Eine der wenigen Abbildungen des frühen KZ-Dachau kurz nach der Machtübernahme. Auf dem Gelände einer früheren Munitionsfabrik wurde das Lager eingerichtet.

Eine der wenigen Abbildungen des frühen KZ-Dachau kurz nach der Machtübernahme. Auf dem Gelände einer früheren Munitionsfabrik wurde das Lager eingerichtet.

(Foto: Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo)

Es ist ein einzigartiges Projekt: 17 KZ-Gedenkstätten, darunter die Dachauer, zeigen eine gemeinsame Ausstellung zu den frühen nationalsozialistischen Lagern als ein Instrument, mit dem die Nazis ihre Macht etablierten.

Von Helmut Zeller, Dachau

Viele Schaulustige versammeln sich am 22. März 1933 vor dem Eingang zur ehemaligen Munitions- und Pulverfabrik in Dachau. Das will sich die gaffende Menge nicht entgehen lassen: Der erste Gefangenentransport mit 50 Männern aus dem Zuchthaus in Landsberg am Lech trifft gegen Mittag im Konzentrationslager Dachau ein. Am Tag zuvor hat die Neue Nationalzeitung in Augsburg zynisch kommentiert: "Die neue Heimat für 5000 kommunistische und sozialdemokratische Volksschädlinge." Der Tag markiert den endgültigen Zusammenbruch der ersten deutschen Demokratie.

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