Der internationale Gedenktag für die Opfer des Porajmos, des Völkermordes an den europäischen Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus, ist jedes Jahr der 2. August. Die KZ-Gedenkstätte Dachau bietet deshalb an diesem Samstag einen Themenrundgang an, der sich auf Sinti und Roma im KZ Dachau fokussiert.
Von 1938 an wurden Sinti und Roma vermehrt in das Konzentrationslager verschleppt. Sie standen in der Hierarchie der Häftlingsgesellschaft weit unten und wurden besonders harten Arbeitskommandos zugeteilt. Anhand von biografischen Beispielen wird beim Rundgang am Samstag die Geschichte einer lange vergessenen Verfolgtengruppe erzählt. Die Gesamtanzahl der Opfer des Genozids an den Sinti und Roma in der NS-Zeit wird auf 220 000 bis 500 000 geschätzt.
Der zweistündige Rundgang beginnt am Samstag, 2. August, um 14 Uhr im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte. Tickets gibt es an der Infotheke bis 13.45 Uhr. Das Angebot richtet sich an Personen ab 13 Jahren.

