Hunde haben Herrchen, heißt es, Katzen haben Personal: Mit ihrem Witz und Eigensinn faszinieren sie seit jeher die Menschen. Das hat sich auch in der Kunstgeschichte niedergeschlagen, von der Antike bis heute. Eine von Alona Barkalova kuratierte Pop-up-Ausstellung im Grafischen Kabinett der Gemäldegalerie Dachau zeigt dazu nun eine Auswahl von 16 vorwiegend grafischen Werken Dachauer Künstlerinnen und Künstler aus mehr als 50 Jahren, Kunst für Katzenliebhaber, in der sich die ganze Bandbreite ihres Wesens zeigt.
Paula Wimmer zeigt drei zu einem Knäuel verschlungene schlafende Katzen. Auf einem großen Bogen studiert Hermann Stockmann eine Katze in verschiedenen Positionen. Auf Maria Langer-Schöllers Holzschnitt hat sich die grau getigerte Katze majestätisch auf einer roten Decke niedergelassen. Der Maler August Kallert bildet sich im vertrauten Nebeneinander mit seinem hellgrauen Stubentiger ab, Carl Thiemann porträtiert eine stolze Katze mit durchdringendem Blick, und Mathilde Ade zeigt fröhliche Katzen beim gemeinsamen Musizieren.
Dass die niedlichen Schmuser immer noch Raubtiere mit scharfen Zähnen sind, daran erinnert Otto Wirsching mit seiner schwarzen Katze. Sie hat zum Mahl – oder auch bloß zum Vergnügen – einen Vogel erbeutet.
Geöffnet ist die Gemäldegalerie Dienstag bis Freitag jeweils von 11 bis 17 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 13 bis 17 Uhr. Die Ausstellung im Grafischen Kabinett ist zu sehen bis 31. März 2026.

