Betritt man die Kaffeerösterei von Jens Tinapp in Dachau-Mitterndorf wird man vom Aroma frisch gerösteten Kaffees empfangen, doch es hängt auch ein leichter Geruch von verbranntem Heu in der Luft. "Der etwas unangenehme Geruch kommt vom Röstvorgang, während des Trocknungsprozesses der Kaffeebohnen. Erst wenn der Prozess beendet ist, entsteht der typische Kaffeegeruch", erklärt Tinapp. Er sitzt an einem Tisch auf dem bereits gerösteter Kaffee in schwarzen und hellbraunen Packungen liegt, die er gerade mit Etiketten versieht. "Mehr Handarbeit geht nicht", scherzt er. "Hier beklebt der Chef die Kaffeepäckchen selbst."
Kaffeehandwerk"Ich komme mittlerweile kaum noch mit dem Rösten hinterher"
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Jens Tinapp hatte die ersten Röstversuche in seiner Küche unternommen - und arbeitet noch immer im Alleingang. Im Sortiment führt er nun auch Sorten wie im Whiskeyfass gereifte Kaffeebohnen.
Von Sofia Woditschka, Dachau
