Nach Nazi-Schmierereien in DachauSolidarität mit Jugendzentrum Freiraum

Das Dachauer Jugendzentrum Freiraum wurde am Faschingswochenende mit Nazi-Symbolen beschmiert, das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau hat nun eine Solidaritätsbekundung für die antifaschistische  Kulturstätte veröffentlicht.
Das Dachauer Jugendzentrum Freiraum wurde am Faschingswochenende mit Nazi-Symbolen beschmiert, das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau hat nun eine Solidaritätsbekundung für die antifaschistische  Kulturstätte veröffentlicht. Toni Heigl

Das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau spricht von einem „Angriff auf die demokratische Kultur“.

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Knapp zwei Wochen nach den Nazi-Schmierereien am Dachauer Jugendzentrum Freiraum hat das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Dachau nun eine Solidaritätsadresse veröffentlicht. Darin heißt es, „rechtsextremistische Schmierereien auf dem Gebäude und während einer laufenden Veranstaltung stellen einen Angriff auf die demokratische Kultur und das zivilgesellschaftliche Engagement in unserer Region dar“.

Unbekannte hatten am Faschingswochenende in der Nacht auf Samstag SS-Runen und sogenannte Keltenkreuze auf eine Wand am Hintereingang des Jugendzentrums gesprüht, außerdem die Schriftzüge „Wehrmacht“ und „1860 Skins“. Auch in der Umgebung, etwa an der nahen Amperbrücke und an mehrere Stromkästen, waren entsprechende Symbole aufgebracht worden.

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Vertreter des als antifaschistische Kulturstätte gegründeten Freiraum, das in den vergangenen 18 Jahren schon öfter von Rechtsextremen mit Bedrohungen und Beleidigungen bedacht wurde, sprachen von einer neuen Form der Konfrontation. Schließlich hätten die Schmierer jederzeit von Besuchern der an dem Abend laufenden Veranstaltung erwischt werden können.

Das Bündnis der Partnerschaft für Demokratie, dem 38 Institutionen im Landkreis angehören, bekräftigt nun, „dass jeglicher Form von Aggression, Sachbeschädigung, Rechtsextremismus und Antisemitismus geeint und mit klarer Ablehnung begegnet wird. Trifft es eine Initiative, betrifft es uns alle“.

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SZ PlusVon Thomas Radlmaier

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