Jugendarbeit in DachauJugendschutz-Kampagne zeitigt Erfolg

Um Jugendliche besser vor Alkoholmissbrauch zu schützen, setzt die Kommunale Jugendarbeit in Dachau unter anderem auf Kontrollen bei den Verkaufsstätten (Symbolbild).
Um Jugendliche besser vor Alkoholmissbrauch zu schützen, setzt die Kommunale Jugendarbeit in Dachau unter anderem auf Kontrollen bei den Verkaufsstätten (Symbolbild). Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Die Jugendschutz-Kontrollen in Dachau und Karlsfeld zahlen sich offenbar aus: Bei erneuten Testkäufen hielten sich deutlich mehr Händler an das Jugendschutzgesetz als Anfang 2025. Vier Geschäfte kassieren jedoch Bußgelder.

Von Kerstin Vogel, Dachau

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Die Jugendschutz-Kampagne „Sicher feiern in Dachau“ zeigt Wirkung. Bei erneuten Testkäufen im November kontrollierte die kommunale Jugendarbeit (Koja) mit einer minderjährigen Testperson 16 Verkaufsstellen in Dachau und Karlsfeld auf die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes.

Das Ergebnis: deutliche Verbesserungen. Während Anfang 2025 bei einer ersten Kontrollaktion nur fünf Geschäfte das Alter korrekt kontrolliert hatten, zeigten sich bei der Nachkontrolle besonders die elf zuvor auffälligen Geschäfte nun größtenteils konsequenter, wie die Koja meldet. Allerdings fielen vier Verkaufsstellen erneut negativ auf. Sie erhalten Bußgeldbescheide. Von fünf erstmals geprüften Geschäften hielten sich zudem nur zwei an die Vorgaben.

Die Koja führt die Verbesserungen auf ihre gezielten Maßnahmen zurück: Infoveranstaltungen für Gewerbetreibende, Beratung bei öffentlichen Veranstaltungen, Workshops und verstärkte Kooperation mit der Polizei.

„Ziel ist es nicht, Gewerbetreibende ‚vorzuführen‘, sondern gemeinsam strukturelle Verbesserungen im Jugendschutz zu erreichen“, betont Dachaus Landrat Stefan Löwl (CSU). Die kommunale Jugendarbeit sehe es als zentrale Aufgabe, den erzieherischen Jugendschutz im Landkreis Dachau dauerhaft zu stärken – durch Aufklärung und Unterstützung, möglichst gemeinsam mit Handel, Veranstaltern, Schulen, Eltern und Jugendlichen.

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