Dachau:"Ich habe mich geschämt, dass ich zu denen gehöre"

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Dachau: Zum 70. Todestag von Wilm Hosenfeld liest seine Tochter Jorinde Krejci aus den Memoiren ihres Vaters. Er hat im Zweiten Weltkrieg unter anderem den jüdischen Pianisten Władysław Szpilman gerettet.

Zum 70. Todestag von Wilm Hosenfeld liest seine Tochter Jorinde Krejci aus den Memoiren ihres Vaters. Er hat im Zweiten Weltkrieg unter anderem den jüdischen Pianisten Władysław Szpilman gerettet.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Der deutsche Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld bewahrte während des Zweiten Weltkriegs rund 60 Polen, darunter viele Juden wie den Pianisten Władysław Szpilman, vor dem Tod. In der Dachauer Versöhnungskirche hat seine Tochter Jorinde Krejci jetzt die Geschichte ihres Vaters erzählt.

Von Walter Gierlich, Dachau

"Was ist der Sinn dieses schrecklichen Krieges?" Diese Frage - heute wieder aktuell - stellte sich der deutsche Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld im Herbst 1939, wenige Wochen nach dem Überfall auf Polen. Niedergeschrieben hat er die Frage in einem Tagebuch, aus dem seine 1932 geborene Tochter Jorinde Krejci am Dienstag in der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau vorliest. Etwa 50 Besucher sind zur Konzertlesung anlässlich des 70. Todestag Hosenfelds gekommen, der am 13. August 1952 im Alter von 57 Jahren starb.

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