Die Künstlervereinigung Dachau (KVD) lädt in diesem Jahr wieder zu ihrem „Hinterhofsommer“ in den Innenhof der Konrad-Adenauer-Straße 20 ein. Vom 3. Juni bis 9. Juli erwartet die Besucher ein vielseitiges Programm von Musik über Literatur bis zur Performance. Die kleine Reihe von Freiluftveranstaltungen findet mittlerweile zum zweiten Mal statt. Der Eintritt ist frei, eine Spende im herumgereichten Hut wird gern gesehen.
Florian Marschall organisiert die Reihe – auch, um zur Vielfalt und Lebendigkeit der Dachauer Kulturszene beizutragen. Mit ihrem „Hinterhofsommer“ setzt die KVD ein Format fort, das Kultur bewusst nahbar und offen gestalten will. Der idyllische Innenhof mit seinen duftenden Rosen hat sich schon im ersten Testlauf bei kleinen Veranstaltungen bewährt.
Ursprünglich war das Format auch als Werbemaßnahme gedacht, um den neuen Standort bekannter zu machen. Denn eigentlich ist die KVD in der Kulturschranne zu Hause. Das städtische Gebäude muss allerdings umfassend saniert werden; die Arbeiten laufen schon seit mehr als einem Jahr. So ist das Ausweichquartier zwar eine Notlösung, eröffnet aber auch ganz neue Chancen, wie der „Hinterhofsommer“ zeigt.
Ein bisschen Anarchie muss sein
Mit Überraschungen ist durchaus zu rechnen. Das gilt etwa für die Auftaktveranstaltung am 3. Juni mit dem Aktionskünstler Martin Stiefel. Angekündigt ist ein „existenzielles Musiktheater voller Anarchie“ über den „Mythos vom rollenden Stein“. Was sich dahinter verbirgt? „Da bin ich selber gespannt“, sagt Florian Marschall. Weil er Stiefel aber ganz gut kennt, ist er sicher: „Es wird lustig.“
Am 10. Juni spielt Gently down the Line, ein akustisches Quartett, das Klassik, Jazz und Folklore verbindet. Auf einer ganz anderen Welle ist das elektronische Duo Somnya unterwegs. Die Live-Performance am 17. Juni bewegt sich in den Sphären zwischen Melodic Techno und Progressive House.
Am 24. Juni liest Gabi Klohn aus ihrem Buch „Abschiedslied“, einer autobiografischen Erzählung über eine Mutter-Tochter-Beziehung. Es folgt ein Auftritt des Ludwigsfelder Chors und der Lu’Krainians. Gemeinsam gestalten sie am 1. Juli einen Abend mit internationalen und ukrainischen Liedern. Weiter geht es am 8. Juli mit einer szenisch-musikalischen Lesung von Walter Moers’ „Der Fönig“ mit Karen Breece, Petra Leu und Stefan Auer. Und zum Finale am 9. Juli wird um 19.30 Uhr die neue Ausstellung von Oliver Hein eröffnet – diesmal dann in der Galerie.
Der Einlass ist um 19.30 Uhr, Beginn ist jeweils gegen 20 Uhr. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt. Bei Regen wird in die Galerie ausgewichen.

