Dauerbaustelle in DachauSchwimmbad soll im nächsten Jahr fertig werden

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Auch die markante Bauform mit geschwungenem Dach hat einen Teil dazu beigetragen, dass das Hallenbad zum Problembau geworden ist.
Auch die markante Bauform mit geschwungenem Dach hat einen Teil dazu beigetragen, dass das Hallenbad zum Problembau geworden ist. Niels P. Jørgensen

Seit acht Jahren wird am neuen Hallenbad gebaut, die Kosten haben sich in der Zeit fast verdoppelt, auf knapp 36 Millionen Euro. Immerhin gibt es jetzt einen neuen Eröffnungstermin: Herbst 2026.

Von Alexandra Vettori, Dachau

Drei Jahre stand die Baustelle des neuen Dachauer Hallenbades weitgehend still, seit Anfang des Jahres wird dort wieder gearbeitet. Und jetzt gibt es auch einen neuen Fertigstellungstermin. Im Herbst 2026 soll das Schwimmbad mit dem markant geschwungenen Dach und der über 40 Meter langen Spaßrutsche in Betrieb gehen, neun Jahre nach dem Spatenstich. Das hat kürzlich Architekt Josef Prokopetz im Werkausschuss des Stadtrates verkündet.

Die zweite positive Nachricht lautete, dass die Kosten aktuell bei 35,99 Millionen Euro, also im Rahmen liegen. Bei Baubeginn 2017 war man noch von 19 Millionen ausgegangen. Dass es viel teurer werden würde, musste der Stadtrat schon vor einigen Jahren verdauen. Hauptsächliche Ursachen waren Baukostensteigerungen, aufwendige Sonderanfertigungen und, wie immer klarer wurde, eklatante Planungs- und Bauausführungsmängel.

Risse im Beton, Wassereintritte, falsch verlegte Kabel, um nur einige Mängel zu nennen. Im September 2022 trennte sich die Stadt deshalb vom Architekten Wolfgang Gollwitzer. Beauftragt wurde nun eine Arbeitsgemeinschaft der Architekturbüros Krieger und Prokopetz, die in der Folge bei einer umfangreichen Analyse des Rohbaus weitere Mängel fand.

Innen wird immer noch rückgebaut

Von außen hat sich in den vergangenen Monaten nicht viel verändert, derzeit laufen Arbeiten im Innenausbau. Laut einer Mitteilung der Stadtwerke werden immer noch fehlerhafte Bereiche rückgebaut, im Foyer ist etwa die Treppe zum Obergeschoss erneuert worden, und der Kassenbereich ist jetzt barrierefrei. Auch die Fundamente der Umkleideschränke wurden komplett rückgebaut, die Frisier- und Fönplätze hat man um einen barrierefreien Platz mit Waschtisch erweitert.

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Außen musste der Sockelbereich rückgebaut und neu abgedichtet werden, dazu sind jetzt die Fundamente für drei Stahltreppen als Notausgänge und eine Trafostation gesetzt. Außerdem wird an der Dachentwässerung gearbeitet, bei der Metallfassade wurden fehlerhafte Anschlüsse und Verkleidungen an Fenstern und Türen geprüft und überarbeitet.

Nach den schlechten Erfahrungen mit der disfunktionalen Dachentwässerung gab es im Werkausschuss auch Nachfragen nach der Dichtigkeit des Daches und der Gebäudehülle. Hier konnte Architekt Prokopetz beruhigen, beides sei in ordnungsgemäßem Zustand. Um das festzustellen, wurden unter anderem thermografische Untersuchungen und Messungen der Luftdichtigkeit vorgenommen, Bauphysiker eingebunden und ausführende Firmen sowie Gutachter beteiligt.

Eine komplett dichte Dampfsperre ist im Inneren des Hallenbades technisch nicht möglich, dafür ist die Baukonstruktion so ausgelegt, dass im Winter nicht mehr Feuchtigkeit eindringt, als im Sommer wieder austreten kann. Derzeit laufen unter anderem Ausschreibungen für Dacharbeiten, Estrich, Abdichtungen und Fliesen, Innentüren, Umkleiden und Garderobenschränke.

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Bis Ende des Jahres sollen alle Mängel an der Gebäudehülle behoben sein, Innenausbau und Gebäudetechnik laufen parallel weiter. Läuft alles nach Plan, startet im Sommer nächsten Jahres die technische Inbetriebnahme, Eröffnung ist dann im Herbst.

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