Beim Glasfaserausbau hinkt Bayern bundesweit hinterher, größere Städte sind aber auch hier bereits gut versorgt. Dachau sogar besonders gut: Über 90 Prozent der Haushalte haben Zugang zu einem gigabitfähigen Internetanschluss.
Im Oktober ist die Stadt deshalb vom Bayerischen Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung mit dem Siegel „Gigabit-Region-Bayern“ ausgezeichnet worden. Damit gehört die Stadt zu den gut 200 Kommunen in Bayern, die eine Glasfaser-Zugangsrate von 90 Prozent erreicht haben. Im Landkreis sind das noch Haimhausen und Hebertshausen.
Start vor 16 Jahren
Treibende Kraft in Dachau waren schon früh die örtlichen Stadtwerke. 2009 gründeten sie das Tochterunternehmen Dachau Citycom GmbH, das seither den Ausbau des eigenen Glasfasernetzes vorantreibt. Gleichberechtigter Partner ist das Rosenheimer Kommunalunternehmen Komro, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Rosenheim, die das dortige Telekommunikationsnetz betreibt.
Die Stadtwerke Dachau stellen die passive Infrastruktur und den Kabeltiefbau und leisten Vertrieb und Service vor Ort. Komro ist für die technische Netzkonzeption und Überwachung zuständig.

Läuft alles nach Plan, ist der Glasfaser-Netzausbau in Dachau Ende 2027 abgeschlossen, erklärt Peter Ostertag von den Stadtwerken. Er fungiert auch als Abteilungsleiter Infrastruktur bei Dachau Citycom, denn eigenes Personal hat das Tochterunternehmen nicht. Die Aufgaben übernimmt das Personal der beiden beteiligten Kommunalunternehmen mit.
Inzwischen ist das Dachauer Glasfasernetz 210 Kilometer lang, mehr als 15 000 Haushalte können die schnelle Internetverbindung nutzen, je nach Wunsch direkt bis in die Wohnung oder bis ins Gebäude.
In diesem Jahr waren die Altstadt und das Viertel Etzenhausen an der Reihe, nächstes Jahr laufen die Bauarbeiten für die Kabelverlegung vor allem in Webling, Dachau-Ost und im nördlichen Augustenfeld. Bei Glasfaser ist die Dachau Citycom als Anbieter in Dachau absoluter Platzhirsch, die Preise für die Kunden seien aber nicht höher als anderswo, beteuert Ostertag. „Wir liegen so im Mittelfeld.“ Was die Kunden vor allem schätzten, seien der Service und die immer gleichen Ansprechpartner vor Ort: „Wenn was ist, fährt man auch mal schnell vorbei und holt sich den neuen Router.“

