So hat man die Dachauer Gemäldegalerie noch nie gesehen: keine Ölgemälde, keine Goldrahmen. Auch die Stellwände, die sonst überall im Raum stehen, sind verschwunden. Stattdessen liegt ein großer Perserteppich mitten im Raum, ein nicht ganz ungefährliches Objekt, wie man noch sehen wird. Die sonst zum Schutz empfindlicher historischer Bilder heruntergelassenen Rollos sind hochgezogen und geben den Blick frei auf die Dachterrasse – samt höhlenartigem Gebilde aus den Zweigen von Hartriegel, Ahorn, Efeu, Schilf und Bast. Von der Seite sieht es aus wie ein haariges Urtier.
Dachauer MuseenDie Verwandlung
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Die Gemäldegalerie, sonst zugestellt mit Wänden voller Ölgemälde, bietet derzeit einen ungewohnten Anblick.
Johannes SimonIn der Dachauer Gemäldegalerie ist gerade etwas Ungewöhnliches zu sehen: ein Experiment, das Teil eines konzeptionellen Neuanfangs werden könnte. Aber beim Betreten des Teppichs ist Vorsicht geboten.
Von Gregor Schiegl, Dachau
