Russische Freiwillige in Dachau:"Die Verbindung ist gebrochen"

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Russische Freiwillige in Dachau: "Habe ich das Recht, kleinen Kindern zu erzählen, dass so etwas nie wieder passieren darf, wenn es heute wieder passiert, weil mein eigenes Land so etwas Schlimmes tut?", fragt sich Ioanna Taigacheva.

"Habe ich das Recht, kleinen Kindern zu erzählen, dass so etwas nie wieder passieren darf, wenn es heute wieder passiert, weil mein eigenes Land so etwas Schlimmes tut?", fragt sich Ioanna Taigacheva.

(Foto: Toni Heigl)

Ioanna Taigacheva arbeitet als Freiwillige in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Wegen des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine kann und will die Russin nicht zurück in die Heimat. Über eine Situation zwischen Zerrissenheit, Entschiedenheit und Hoffnung.

Von Paulo Plautz

Es ist kalt an diesem Tag im November und die Umgebung wärmt einen nicht. Der Stacheldraht, die Wachtürme, das Eingangstor, der Schriftzug "Arbeit macht frei" - die KZ-Gedenkstätte Dachau. Kleine Grüppchen von Schülerinnen und Schülern werden über das Gelände geführt. Vor rund zehn Jugendlichen steht Ioanna Taigacheva, mit angezogenen Schultern, die Hände in den Ärmeln.

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