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Dachau/Freising:Strahlen gegen Krebs

Heliosklinikum Dachau vervollständigt Therapieangebot

Am Helios Amper-Klinikum in Dachau entsteht seit Mitte November die neue Strahlentherapie in einem eigenen Gebäude. Der künftige Betreiber der Strahlentherapie-Praxis, Arzt Markus Adam aus Freising, stellte das Projekt jetzt erstmals öffentlich vor. Mit Hilfe dieses Angebot ist seiner Ansicht nach "eine komplette Versorgung von Krebspatienten in Dachau sicher gestellt".

Wie das Heliosklinikum mitteilt sei es gemeinsam mit Kooperationspartnern gelungen, "zwei der drei wichtigen Krebsbehandlungsverfahren auf hohem Niveau" anzubieten: die Tumor-Chirurgie und die Chemotherapie. Jetzt komme die Strahlentherapie noch hinzu. "Damit vervollständigen wir unser Behandlungsangebot für Tumorpatienten vor Ort. Das hat für unsere Patienten den Vorteil, dass sie nicht mehr wie bisher 30 bis 40 mal für eine Strahlenbehandlung den Weg nach München in Kauf nehmen müssen", sagt der Ärztliche Direktor Horst-Günter Rau. Er leitet auch das Cancer-Center des Heliosklinikums. Die moderne Strahlentherapie , auch Radioonkologie genannt, gilt als eine tragende Säule der Krebstherapie. Etwa 50 Prozent aller Krebskranken können heute geheilt werden. Davon erhielten mehr als 50 Prozent eine primäre Strahlentherapie, die darauf abzielt, den Heilungsprozess zu unterstützen. Darüber hinaus spielt die Strahlentherapie in der palliativen Krebsbehandlung eine bedeutende Rolle, indem sie Beschwerden lindert.

In Abstimmung mit der Helios Amper-Klinikum AG Dachau entsteht seit Mitte November ein zweigeschossiges Gebäude mit einer Netto-Grundfläche von ungefähr 450 Quadratmetern. Das vom Freisinger Architekten Hans Sahlmüller in Zusammenarbeit mit Erika Samano geplante Gebäude soll sich durch eine lichte und freundliche Innengestaltung auszeichnen. Betreiber Adam übernimmt nach eigenen Angaben die komplette Finanzierung von fünf Millionen Euro.