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Schleißheimer Straße:Neue Fahrradzone in Dachau

Fahrradstraße

Wird zur Fahrradzone: Der komplette Bereich der Inneren Schleißheimer Straße.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Radler haben auf der Inneren Schleißheimer Straße fortan immer Vorrang.

Von Thomas Radlmaier, Dachau

Fahrradfahrer haben künftig auf der Schleißheimer Straße im gesamten Bereich zwischen der Frühlingstraße und Münchner Straße immer Vorrang vor Autofahrern. Die Mitglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses haben mit knapper Mehrheit von acht zu sieben Stimmen beschlossen, die sogenannte Innere Schleißheimer Straße zur Fahrradzone zu machen. Die SPD-Fraktion stellte den entsprechenden Antrag und konnte diesen mit den Stimmen von Grünen und Bündnis/Linke gegen die CSU, ÜB/FDP, FWD/BfD und AfD durchsetzen. Die Ausweisung der Inneren Schleißheimer Straße als Fahrradzone ermögliche eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit, so die SPD in ihrem Antrag.

Autos und andere Kraftfahrzeuge dürfen den Straßenabschnitt zwar weiterhin befahren, allerdings darf der Radverkehr weder gefährdet noch behindert werden. Radfahrern ist zum Beispiel explizit erlaubt, nebeneinander zu fahren. Zudem wird die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Wenn es nötig ist, müssen Autos und andere Kraftfahrzeuge ihre Geschwindigkeit weiter verringern.

Ein Ast der Schleißheimer Straße ist bereits als Fahrradstraße ausgewiesen

Im April diesen Jahres trat eine Gesetzesnovelle in Kraft. Seitdem können Städte und Gemeinden analog zu Tempo-30-Zonen ganze Zonen für den Fahrradverkehr beschildern, wenn der Radverkehr gegenüber anderen Verkehrsarten überwiegt. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind auf der Inneren Schleißheimer Straße viele Schüler mit Fahrrad unterwegs, die zu den beiden Gymnasien oder die Real- und Berufsschule wollen. Zudem steuern viele Radfahrer über die Straße den Dachauer Bahnhof an. Ein Ast der Schleißheimer Straße ist bereits als Fahrradstraße ausgewiesen. Doch laut SPD ist diese ungenügend, da es für Rechtsabbieger von der Münchner Straße schwer sei, dorthin zu fahren. Zudem fehlen stückweise Markierungen für den Radstreifen. "Daher ist es sinnvoll, hier für Radfahrer eine durchgehende Verbindung zu schaffen", finden die Sozialdemokraten.

Die CSU stimmte gegen den Antrag. Die Christsozialen sind der Meinung, dass auf die bestehende Fahrradstraße ausreicht und auf dieser Straße das Auto weiterhin das Hauptverkehrsmittel ist.

© SZ vom 18.09.2020

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