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Dachau:Extra für die KVD-Galerie

Isabelle Dyckerhoff vor einem ihrer wandfüllenden Gemälde.

(Foto: Anna-Rosa Krau)

Isabelle Dyckerhoff erweitert die Malerei zur Installation

Im Mittelpunkt der Arbeiten Isabelle Dyckerhoffs steht die materielle Präsenz von Farbe, ihre Ausdruckskraft und räumliche Wirkung. Die großformatigen Arbeiten und Installationen gehen über den Rahmen eines "normalen" Tafelbildes hinaus, es entsteht ein wechselseitiger Bezug zwischen Bildraum und Wand, Bildraum und architektonischem Raum und wiederum dem Betrachter, der sich in Raum und Bildraum bewegt.

Für die Ausstellung in der Galerie der Künstlervereinigung Dachau, die am Donnerstagabend eröffnet wurde, beschäftigte sich Isabelle Dyckerhoff mit den Besonderheiten des Ausstellungsraumes und bestimmte daraufhin die Auswahl und Zusammenstellung der Arbeiten. Ihr Ziel: die Malerei installativ zu präsentieren, so dass man die raumfüllenden Arbeiten zueinander und ortsbezogen als 'betretbares Bild' erfahren kann. Durch die so arrangierten Gemälde werden Wand und Raum Teil der Ausstellung und Träger einer zeitlich begrenzten malerischen Inszenierung. Auf diese spielerische und malerische Weise schafft Isabelle Dyckerhoff eine Einheit von Wand, Bildraum und architektonischem Raum, sodass ein wechselseitiger Bezug von Kunstwerk und dem Ort in dem es gezeigt wird, hergestellt werden kann.

Dyckerhoff sagt: "Der Ausstellungsbesucher kann aktiv die Farb-Räume erfahren und zueinander in Beziehung setzen." Die Malerin arbeitete mehr als 20 Jahre als Journalistin, bevor sie sich der Malerei zuwandte und die Klassenbesprechungen von Jerry Zeniuk an der Akademie der bildenden Künste in München besuchte. Ihre Werke sind in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. 2015 nahm sie am International Studio & Curatorial Program (ISCP) in New York teil. Sie lebt und arbeitet in Berlin und München.

Isabelle Dyckerhoff: "Extra Large Paintings", Galerie der Künstlervereinigung Dachau in der Kulturschranne Dachau, bis Sonntag, 21. Mai. Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag, 16 bis 19 Uhr, und Sonntag, zwölf bis 18 Uhr.

© SZ vom 28.04.2017 / SZ

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