Dachau "Eindeutige Stellungnahme"

Mehrheit des bisherigen BRK-Personalrats wiedergewählt

Der Dachauer BRK-Kreisverband hat einen neuen Personalrat gewählt. Im Amt bestätigt wurden Martin Baars, Christian Strzoda, Matthias von Greissing und Peter Krückel. Oliver Ziegenheim, Franz Rötzer und Kathrin Ferland wurden neu in den Personalrat gewählt. Die konstituierende Sitzung findet am kommenden Dienstag statt. Dann wird auch der neue Vorsitzende gewählt. Das bisherige Gremium lag mit der Geschäftsführung lange im Clinch. Der Personalrat warf Geschäftsführer Paul Polyfka die Behinderung seiner Arbeit und "Willkür" vor. Die tief greifenden Differenzen sind auch Gegenstand einer Klage vor dem Verwaltungsgericht, die der Personalrat erhoben hat. Für den 20. September ist ein mündliches Verfahren angesetzt.

BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka hofft jetzt auf einen konstruktiven Dialog und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Gremium. Die Mitbestimmung und Interessenvertretung der Mitarbeiter gegenüber der Geschäftsleitung sei ihm überaus wichtig, schreibt Polyfka in einer Pressemitteilung. Für den BRK-Kreisvorsitzenden Bernhard Seidenath ist die Wahl aus zwei Gründen bemerkenswert: Zum einen hätten sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Ehrenamt zur Verfügung gestellt. Zum anderen sei die Wahlbeteiligung mit 75 Prozent überdurchschnittlich hoch gewesen. Das zeige, dass der Zusammenhalt stimmt.

Auch der bisherige Personalratsvorsitzende Martin Baars ist mit dem Ergebnis der Wahl sehr zufrieden. Er hatte eine Kandidatenliste aufgestellt, aus der fünf Bewerber gewählt wurden. Im Personalrat gibt es sieben Sitze. "Damit wird es auch künftig einen Personalrat geben, der für Recht und Ordnung sorgen wird", sagt Baars. Von den anderen beiden Listen, deren Bewerber laut Baars Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka nahe standen, wurde je ein Kandidat in den Personalrat gewählt. Baars: "Das ist eine unerwartet eindeutige Stellungnahme der Mitarbeiter." Der bisherige Personalratsvorsitzende geht davon aus, dass die Klage vor dem Verwaltungsgericht weiter verfolgt wird. Das hänge aber von der Mehrheitsentscheidung des neuen Personalrats ab. Vielleicht gebe es auch ein Einlenken der Geschäftsführung. "Willkür werden wir nicht dulden."