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Dachau:Dieter Schneider gestorben

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Dieter Schneider wurde vor allem als Präsident des TSV 1860 München bekannt. Auch als Sanierer machte er sich einen Namen. Jetzt ist er im Alter von 70 Jahren gestorben.

(Foto: NPJ)

Traurige Nachricht für Löwen-Fans, aber auch für die Kommunalpolitik im Landkreis Dachau: Dieter Schneider, ehemals Präsident des TSV 1860 München, ist am Wochenende im Alter von 70 Jahren gestorben. Im Mai hatte er zu Hause in Röhrmoos seinen letzten Geburtstag gefeiert, nachdem er von einem langen Klinikaufenthalt zurückgekehrt war. Damals hoffte seine Familie noch, dass es mit dem Vater von vier Kindern wieder aufwärts geht. Jetzt ist Dieter Schneider seiner schweren Krankheit erlegen.

Der leidenschaftliche Fußballer und Löwen-Fan ist vor allem als ehemaliger Präsident des Münchner Kultclubs TSV 1860 bekannt. Dieses Amt hatte Schneider von 2011 bis 2013 inne - bis er sich mit dem Investor, dem jordanischen Milliardär Hasan Ismaik, überwarf. Schneider hatte in der Chefetage des Vereins keine Rückendeckung und nahm daraufhin seinen Hut. Der Röhrmooser machte sich aber nicht nur als Fußball-Funktionär, sondern auch als Unternehmer einen Namen. Als Geschäftsführer sanierte er das Erdweger Unternehmen Britax-Kolb, das Anfang der Achtziger Jahre vor dem Konkurs stand. Zehn Jahre später übernahm Schneider die angeschlagene Firma Liedtke Kunststofftechnik in Markt Indersdorf, die er ebenfalls retten konnte. Außerdem übernahm er in Dachau ein Autohaus, das kurz vor der Schließung stand. Für seine Verdienste um die Wirtschaft erhielt Schneider das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Unternehmer hatte viele Ehrenämter und war auch in der Kommunalpolitik aktiv. Er gehörte dem Kreistag an und war in Karlsfeld und Röhrmoos Chef der CSU.

© SZ vom 24.07.2017 / sto
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