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Dachau:DGB-Jugend hält Erinnerung wach

Gewerkschafter gedenken der Opfer der Novemberpogrome

"Erinnerung muss leben" - unter diesem Motto gedenkt die DGB-Jugend Bayern in der KZ-Gedenkstätte Dachau der Opfer der Novemberpogrome 1938. "Das Erinnern und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist für die bayerische Gewerkschaftsjugend seit über 60 Jahren nicht nur Mahnung an das, was in der Zeit von 1933 bis 1945 geschehen ist." Die Gewerkschaftsjugend versteht das Gedenken auch als einen Auftrag für die Gegenwart: "Die nachdenkliche und kritische Auseinandersetzung mit dieser Vergangenheit ist immer mit der Frage verbunden, welche Erfahrungen wir daraus für die Bewältigung der Gegenwart und für die Gestaltung einer menschenwürdigen und solidarischen Zukunft ziehen können", heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Gewerkschaftsjugend. Denn alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Dafür wollen die Gewerkschafter ein Zeichen setzen.

Die Veranstaltung findet in der KZ-Gedenkstätte Dachau am Sonntag, 6. November, statt und beginnt um 13 Uhr. Treffpunkt der Teilnehmer ist auf dem ehemaligen Appellplatz. Die Bezirksjugendsekretärin des DGB Bayern, Astrid Backmann, begrüßt die Teilnehmer. Danach gehen sie zum Krematoriumsbau. Dort stellen Jugendliche aus dem DGB Biografien von Opfern des Konzentrationslagers Dachau vor. Die Gedenkrede hält Michael Schmitzer, Bundesjugendsekretär der IG Metall Jugend. Danach wird ein Kranz zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus vor dem Mahnmal niedergelegt.

Im Dachauer Konzentrationslager und seinen Außenlagern waren von 1933 bis 1945 mehr als 200 000 Häftlinge aus ganz Europa gefangen. Mehr als 41 000 überlebten nicht.

© SZ vom 03.11.2016 / SZ
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