Dachau:Bewegt euch!

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Bei der langen Nacht des Sports führt der ASV Dachau das Spektrum des Vereinsangebots vor und zieht Kinder wie Erwachsene gleichermaßen an.

Von Manuel Kronenberg, Dachau

Allein in Halle 1 können an diesem Abend acht verschiedene Sportarten ausprobiert werden. Bei weit mehr als zehn Orten, an denen es Angebote gibt, kann man schon den Überblick verlieren. Hier Zumba, da Geräteturnen, hier ein Streethockey-Parcours, dort afrikanische Aerobic. Der ASV hat sich viel Arbeit gemacht mit dem Organisieren der vierten langen Nacht des Sports. Das ganze Spektrum des Vereinsangebots wird hier vorgeführt, der ASV will zum Ausprobieren und Mitmachen einladen und Kinder wie auch Erwachsene ansprechen. Wer weiß, vielleicht will der ein oder andere am Ende des Abends ja neues Mitglied werden.

Zunächst sieht man sich also mit einem großen Durcheinander konfrontiert - allein in den bunten Zeitplan muss man sich erst einmal einarbeiten. Überall wuseln Menschen durch die Gegend. Doch schon nach ein paar Minuten wird klar: Es gibt hier zwar unzählige Sportarten, und die Altersspanne der Besucher reicht von Kleinkind bis Rentner. Eigentlich ist hier aber alles schön aufgeräumt, jeder hat seinen Platz: Die ganz Kleinen werden im Zwergerlgarten bei Laune gehalten. Die etwas Älteren, aber immer noch Kleinen treiben sich meist in der Mehrzweckhalle 3 herum, dort gibt es eine mit Geräten und Matten aufgebaute Bewegungslandschaft. Die Jungs gehen zum Kicken und zu anderen klassischen Ballspielen in die Georg-Scherer-Halle. Die Erwachsenen fühlen sich in Mehrzweckhalle 1 ganz wohl, bei den vielen verschiedenen Trendsportarten, wie zum Beispiel Thai Bo, ein Fitnesssport, der Elemente aus dem Kampfsport mit Aerobic verbindet. Die Mamas findet man im Gymnastikraum, etwa beim Pilates. Und die ganz Alten treffen sich zum Hallenstockschießen im Theatersaal, oder zum gemütlichen Spiel bei einem Glas Weißbier an der Kegelbahn.

18.30 Uhr, Mehrzweckhalle 3: Überall sind Kinder, sie toben sich in der Bewegungslandschaft aus. Bänke, Matten, Barren, Kisten bilden den besten Spielplatz. Auch jene, die alleine noch kaum stehen können, springen mit Hilfe eines Erwachsenen vom ein Meter hohen Kasten in die wundervoll weiche, blaue Turnmatte. 18.45 Uhr: Die Musik aus der Mehrzweckhalle 1 dröhnt in den Ohren. An der Kopfseite der Halle ist ein langer Spiegel aufgebaut. Aus den Boxen ertönt der Hit "Stand By Me". Etwa zwanzig Frauen - kein Mann - folgen den Anweisungen einer Trainerin. Sieht nach ziemlich anstrengenden Tanzbewegungen aus. In der hinteren Reihe stehen ein paar Männer und schauen zu. Das ist also Zumba. Selbe Zeit, auf der anderen Seite des Foyers, Theatersaal: Stille. Zwei Gruppen von älteren Herren und Damen liefern sich ein Match im Stockschießen. Gelegentlicher Jubel.

19 Uhr, Mehrzweckhalle 2: Acht junge Mädels präsentieren eine beeindruckende Einradvorführung. Den meisten ringt es wohl schon Respekt ab, wenn jemand so geschickt ist, sich länger als zehn Sekunden auf einem Einrad zu halten. Diese acht Mädchen führen auch noch tolle Kunststücke vor. Aus dem Geräteraum kommt lauter Applaus von den begeisterten Zuschauern. 19.15 Uhr, zurück in die Mehrzweckhalle 1. Jetzt ist hier Thai Bo angesagt. Die Trainerin macht ordentlich Dampf. Viele Frauen - ein Mann - kicken und boxen in die Luft. Wunderbar, um Aggressionen abzubauen.

Lange Nacht des Sports

Mehr als Balance halten: Einradakrobatik.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Um kurz nach sieben ist längst noch nicht Schluss. Es gibt noch Vorführungen der ASV Tanzgruppen, eine Geisterbahn in der Außenanlage, ein Volleyballtraining der Bundesliga-Mannschaft der Herren, eine Anlage, die die Ballschussgeschwindigkeit misst, die Möglichkeit zum Klettern an der Boulder-Wand und einiges mehr. Um 23 Uhr endet die Sportnacht und der ASV hat gezeigt, was er zeigen wollte. Dass er ein breites Spektrum an Sportarten für jede Altersklasse anzubieten hat.

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