Ausstellung:"Viele Deutsche wollen die Verbrechen der Wehrmacht nicht wahrhaben"

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Ausstellung An Unrecht erinnern

Eine der eindrücklichen und klugen Animationen des Illustrators und Grafik-Designers Sylvain Mazas, der auch die Gestaltung der Webseite der Ausstellung "An Unrecht erinnern" übernommen hat.

(Foto: Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz/oh)

Eine Online-Ausstellung der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz informiert über die verdrängten Verbrechen an Sowjetsoldaten in deutscher Gefangenschaft. 3,3 Millionen Opfer verhungerten oder wurden erschossen - auch in Dachau. Auf dem SS-Schießplatz Hebertshausen wurden 1941 und 1942 mehr als 4000 Rotarmisten ermordet.

Von Helmut Zeller, Dachau/Berlin

Manchmal muss die Ausstellungsmacherin Ruth Preusse die Arbeit in ihrem Berliner Büro unterbrechen und den Blick abwenden: Zu entsetzlich sind die historischen Aufnahmen von den Verbrechen der Wehrmacht, zu aufwühlend die Erinnerungen der sowjetischen Kriegsgefangenen, die den Massenmord überlebt haben. Sommer in der Stadt. Das Jahr 2019. Noch hat kein Mensch etwas von Covid-19 gehört. Die Berliner strömen zu den Badestränden am Wannsee. Preusse kehrt zurück an ihren Schreibtisch in der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz am Westufer des Sees. Sie erinnert sich heute, wie fassungslos die Taten sie gemacht haben, aber auch der Umgang damit nach 1945. Viele Monate später wird sie die Ausstellung "An Unrecht erinnern. Auf den Spuren sowjetischer Kriegsgefangener" in Eisenhüttenstadt präsentieren. Eine bemerkenswerte Ausstellung, die in die geschichtspolitische Debatte eingreift. Die Geschichte wird neu verhandelt, die Deutschen verwandeln sich in ein Volk von Opfern - "der Vernichtungskrieg fand statt, aber keiner war dabei", schreibt der Historiker Hannes Heer. Aber bis zur Fertigstellung der Ausstellung wartet noch ein gewaltiger Berg an Forschungsarbeit auf Ruth Preusse. Die Spurensuche führt die Wissenschaftlerin unter anderem nach Dachau.

Gerade an Dachau lässt sich erzählen, warum die Verbrechen der Wehrmacht an den 5,7 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen noch heute ein blinder Fleck der Erinnerungskultur sind. 3,3 Millionen Soldaten und Soldatinnen wurden erschossen oder starben an Hunger, Zwangsarbeit und Seuchen. Auf dem ehemaligen "SS-Schießplatz Hebertshausen" wurden nach dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 mehr als 4000 Kriegsgefangene in den Jahren 1941 und 1942 von der Lager-SS des Konzentrationslagers Dachau ermordet - vor allem politische Kommissare und jüdische Soldaten. Gestapo und Wehrmacht hatten sie zuvor in den Kriegsgefangenenlagern "ausgesondert". Die allermeisten schwiegen darüber, auch nach Kriegsende - bis auf Maria Seidenberger. "Ein jeder hätte es wissen können, der es wissen wollte. Aber die wenigsten haben hingeschaut, ein jeder hat daran vorbei geschaut." Tagelang habe man die Gewehrsalven gehört, sagte Seidenberger der SZ, und im Wirtshaus des Dorfes hätten die SS-Männer mit ihren Taten geprahlt. Als 17-Jährige schmuggelte sie unter Lebensgefahr Briefe und Fotos von Häftlingen aus dem KZ heraus. 2005 wurde sie als erste mit dem Dachau-Preis für Zivilcourage geehrt. Sechs Jahre später starb Maria Seidenberger im Alter von 84 Jahren.

27 Millionen Tote forderte der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion

"Viele Deutsche wollen die Verbrechen der Wehrmacht nicht wahrhaben", sagt Ruth Preusse. Erst im Jahr 2015 erkennt der Bundestag die Haftbedingungen gefangener Sowjetsoldaten zwischen 1941 und 1945 als ein Verbrechen an. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zum 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion dazu auf, das Schicksal dieser Länder und ihrer Menschen stärker wahrzunehmen. Von diesem Leid habe lange niemand in Deutschland hören wollen, sagt er. Das Leid: 27 Millionen Tote forderte der Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Der "Generalplan Ost" für Polen, den Balkan und die Länder der Sowjetunion sah den Tod für 30 Millionen Menschen der slawischen Bevölkerung vor - den "Untermenschen" in der Diktion der Nazis. Die übrigen sollten den Deutschen als Sklaven dienen. Zum Beispiel Belarus: Wehrmacht und SS ermordeten allein in dem Zehn-Millionen-Einwohner-Land 1,7 Millionen Menschen. Bei den Massakern starben zumeist Frauen und Kinder. Sie wurden in Scheunen oder anderen großen Gebäuden zusammengetrieben, mit Maschinenpistolen erschossen oder bei lebendigem Leib verbrannt. Die Besatzer zerstörten in Belarus 5000 Dörfer teilweise und 628 Dörfer völlig. Als die Wehrmacht aus der Hauptstadt Minsk abzog, hinterließ sie nur Ruinen. Die Überlebenden hausten in den Trümmern und in Erdlöchern.

Eben noch war die Luft erfüllt von zornigem Geschrei. Ein Streit zwischen drei alten Männern. "Ihr Ukrainer habt mit den Deutschen uns Juden gejagt", schimpft Leonid Rubinstein auf Alexander Kulinitsch ein. Der weiß, dass der Belarusse so unrecht nicht hat. Aber er, der als 15-Jähriger zur Roten Armee ging, später dann zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurde, er war daran doch nicht beteiligt. Kulinitsch schreit zurück. Rubinsteins Freund Naum Chejfez fährt dazwischen. Leonid solle den Mund halten. "Du bist hier Gast." Dann endet der Wortwechsel abrupt. Der CD-Player spielt "Steh auf, du großes Land, zum Heiligen Krieg". Bei den ersten Tönen schon verstummen die Männer. Tränen steigen in ihre Augen, und sie fallen sich, als die Musik mit elementarer Wucht über sie hereinbricht, in die Arme. Rubinstein und Chejfez sind die letzten Überlebenden des Ghettos in Minsk. Wie Kulinitsch waren sie im Konzentrationslager Dachau. 75 Jahre danach sind sie nach Dachau gekommen. Die Erinnerung an die ungeheuerlichen deutschen Verbrechen in ihren Ländern eint sie. Ein Bild hat sich in Naum Chejfez Gedächtnis eingeätzt: Als sein Arbeitskommando in das Ghetto zurückkehrt, sucht er seine kranke Mutter auf. Sie ist verschwunden, die Laken in ihrem Bett sind blutgetränkt. Wer vom Leid der Opfer die Augen nicht verschließt, wie Bundespräsident Steinmeier das fordert, muss auch einen Blick auf die andere Seite werfen, die der Täter, die deutsche Volksgemeinschaft. Sie war vom Judenhass und Antibolschewismus durchdrungen - und wollte nach 1945 von den Verbrechen nichts gewusst haben und nicht daran beteiligt gewesen sein.

Nach Kriegsende lassen Bund und Freistaat Bayern den "SS-Schießplatz Hebertshausen" verwahrlosen und in Vergessenheit geraten. Im Kalten Krieg wollen Politik und Behörden nicht an die Opfer erinnern. 1964 stiften die Lagergemeinschaft Dachau und das Comité International de Dachau einen Gedenkstein des Künstlers Will Elfers. Schon zwei Jahre danach ist der Ort wieder verwahrlost, Unkraut und Müll bedecken den Boden, die Kugelfänge aus Beton verfallen, eine Beschwerde der sowjetischen Botschaft 1966 bleibt ohne Erfolg. Noch 1991 räumt der Dachauer Oberbürgermeister Lorenz Reitmeier dem Ort nur eine "marginale Bedeutung" ein.

Die Botschaft der UdSSR will ein Denkmal errichten. "Durch die Aufstellung eines offiziellen Denkmals der Sowjetunion könnte die Gedenkstätte in Hebertshausen gewissermaßen 'wallfahrtsortähnliche' Bedeutung erlangen und zum Schauplatz linksextremistisch gesteuerter Demonstrationen werden...", schreibt der Amtschef der Bayerischen Staatskanzlei an das Auswärtige Amt am 29. Januar 1985. Leiter der Staatskanzlei war damals Edmund Stoiber. Als Ministerpräsident hält er 2005 an der KZ-Gedenkstätte eine Rede - im Geist des Antikommunismus. Er dankt den Amerikanern, erwähnt aber die Rolle der Roten Armee und der Sowjetunion mit keinem Wort. Die geladenen Überlebenden sind verärgert. Ihre Länder trugen die Hauptlast bei der Niederschlagung des Hitlerstaates. Der CSU-Politiker merkt nicht einmal, wie er die Gäste beleidigt.

Die Ausstellung wächst fortlaufend

Erst 1997 werden die Bunkerbauten am SS-Schießplatz, in denen noch Einschüsse sichtbar sind, vor dem Einsturz bewahrt; es dauert noch viele Jahre, bis dann am 2. Mai 2014 der "SS-Schießplatz Hebertshausen", der inzwischen zur KZ-Gedenkstätte Dachau gehört, als neugestalteter Erinnerungsort mit einer Ausstellung eröffnet wird. Gedenkstättenmitarbeiter haben auch einen Teil der Namen der Opfer recherchiert und 25 Angehörige eingeladen. So weit wäre es nie gekommen, hätten nicht die Zivilgesellschaft, die Gedenkstätte und die Lagergemeinschaft einen langen Atem bewiesen.

Ruth Preusse verwundert das alles inzwischen nicht mehr. So oder ähnlich war der Umgang mit der Geschichte dieses Verbrechens auch an anderen Orten, überall in Deutschland. Insgesamt gab es 1941 im Deutschen Reich 80 Stammlager (Stalag). 60 Prozent der sowjetischen Kriegsgefangenen starben, wenn sie nicht gleich zur Ermordung bestimmt wurden, aufgrund der unmenschlichen Bedingungen in den Lagern und Arbeitskommandos. "Sie haben uns angeschaut, als wären wir Tiere", berichtet David Dodin über die Reaktion der Zivilbevölkerung auf die Ankunft seines Gefangenentransports im Reichsgebiet. Das Interview der Shoah Foundation mit ihm ist neben anderen in die deutsch-russische Online-Ausstellung aufgenommen worden.

Zweieinhalb Jahre arbeitete Ruth Preusse in Kooperation mit Menschenrechtsorganisation Memorial International Moskau und vielen Gedenkstätten, darunter auch der Dachauer, sowie Museen an dem Projekt. Die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft hat es in ihrem Programm "Zwangsarbeit und vergessene Opfer" gefördert.

Ausstellungsmacherin Ruth Preusse

Ausstellungsmacherin Ruth Preusse, Wissenschaftlerin an der "Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz".

(Foto: Privat)

Die interaktive Website, die auch für den Smartphone-Gebrauch programmiert wurde, wendet sich vor allem an Jugendliche und lädt sie zum Mitmachen ein. So können Schüler, und davon wurde schon Gebrauch gemacht, auf Spurensuche zu früheren Lagern sowjetischer Kriegsgefangen in der Nähe ihres Wohnortes gehen - und Fotos sowie Texte beisteuern. Die Ausstellung wächst fortlaufend, auch durch Beiträge von Jugendlichen aus etwa der Ukraine, Belarus und Russland. So steht das Projekt auch für eine Annäherung über die Gräben der Geschichte - und der Gegenwart - hinweg. Die Beziehungen Deutschlands zu Russland sind schlecht. In manchen pauschalen Aussagen über Russen, über Osteuropäer überhaupt klingt ein Echo der nationalsozialistischen Ideologie nach.

Die Ausstellungsmacher sprechen Menschen ohne große historische Vorkenntnisse zu dem Thema an und wollen sie zum Nachdenken über den Umgang mit dieser Geschichte in Deutschland, auch in der ehemaligen DDR, der Sowjetunion und den post-sowjetischen Staaten anregen. "Dafür haben wir einen kurzen Intro-Film produziert, der einen Überblick über das historische Geschehen und die wesentlichen Fragestellungen der Ausstellung bietet. Die eindrücklichen und klugen Animationen des Illustrators und Grafik-Designers Sylvain Mazas, der auch die Gestaltung der Webseite übernommen hat, machen es möglich, Grausamkeit und Gewalt zu erkennen, ohne sie explizit zu zeigen", erklärt Preusse. Die Ausstellung informiert anhand von Biografien, Orten und Hintergrundthemen über die vergessene Opfergruppe der sowjetischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg, eine der größten des Naziregimes.

Gerade Biografien der Opfer eignen sich besonders für die Arbeit mit Jugendlichen. Um auch über den späteren Umgang mit dieser Geschichte sprechen zu können, fand Ruth Preusse Überlebende, die in irgendeiner Form selbst über die Gefangenschaft und die Zeit nach ihrer Rückkehr in die Sowjetunion berichtet haben. Diese Menschen sollten nach ihrer Gefangennahme zur Zwangsarbeit nach Deutschland gebracht worden sein, damit deutsche Nutzer geografische Anknüpfungspunkte finden können. Und drittens sollten die geschilderten Erlebnisse, so Preusse, eindeutig zu verorten und möglichst auch zu bebildern sein. Jens Nagel, Leiter der sächsischen Gedenkstätte Ehrenhai/Zeithain begleitete das Projekt als wissenschaftlicher Berater und Lektor. Allein in Zeithain starben zwischen 25 000 und 30 000 Rotarmisten wegen der schlechten Versorgung mit Medikamenten und an Hunger. "Der Tod war einkalkuliert", so der Historiker Nagel über die rassistische NS-Politik. Dagegen ist kein einziger Todesfall unter britischen Soldaten in Zeithain bekannt. Aber im öffentlichen Gedenken spielt diese Opfergruppe bis heute kaum eine Rolle. In Dachau wird seit 1985 im Anschluss an die jährlichen Gedenkfeiern in der Gedenkstätte am SS-Schießplatz der Erschossenen gedacht. Viel mehr als hundert Teilnehmer sind es nicht.

Die Ausstellung zeigt auch, wie es den überlebenden Rotarmisten bei der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft in ihre Heimatländer ergangen ist. Für sie war das Kriegsende keine Erlösung. Gemäß Stalins Verdikt, wonach Rotarmisten, die in Gefangenschaft gingen, Verräter seien, wurden die Heimkehrer vom Geheimdienst NKWD verhört. Viele wurden für Jahre in Arbeitslager verschleppt, ihre Familien diskriminiert. Ehemalige Kriegsgefangene hatten bei der Zuteilung von Arbeit und Wohnungen das Nachsehen. Die Kriegsteilnehmer sollten als siegreiche Helden erinnert werden, gefangene Rotarmisten eigneten sich dafür nicht. Erst 1995 wurden sie unter Präsident Jelzin rehabilitiert. In Russland und Ländern Osteuropas wird das Gedenken bis heute politisch benutzt - in Deutschland klafft indes noch immer eine gewaltige Erinnerungslücke.

Das Projekt ist auch eine Intervention gegen den Trend, die Geschichte umzuschreiben. Im September 2017 fordert der AfD-Funktionär Alexander Gauland, seine Partei ist gerade in den Bundestag eingezogen, eine Neubewertung der Rolle der Wehrmacht - um "stolz zu sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen". Der ehemalige CDU-Mann schaut dem Volk aufs Maul: 70 Prozent der Deutschen wollen einer Umfrage zufolge einen Schlussstrich unter die Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. Vielleicht ist das die Frucht einer Geschichtspolitik zwischen Demenz, Selbstmitleid, Verlogenheit und gelegentlich wohlmeinender Naivität - und immer darauf bedacht, den Kreis der Verantwortlichen für die NS-Verbrechen möglichst klein zu halten.

Dabei leuchtete doch immer mal wieder das Licht geschichtlicher Wahrheit auf. So im Jahr 1995. Die Ausstellung "Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944" entlarvte das bis dahin gültige Bild von der "sauberen Wehrmacht" als eine Legende. Gegen die Ausstellung protestierten in München Weltkriegsveteranen, Rechtsextreme und - in schöner Einmütigkeit mit ihnen - Politiker der CSU. Ihr Zentralorgan, der Bayernkurier, bezeichnete die Ausstellung als "Vernichtungsfeldzug gegen das deutsche Volk". Die Ausstellung wurde wegen einiger falscher Bildunterschriften und Bilder zurückgezogen - die Neubearbeitung fand dann allgemeinen Anklang, denn sie tat niemandem mehr weh.

Folgerichtig nannte der Leiter der ersten Wehrmachtsausstellung, der Historiker Hannes Heer, sein Buch "Vom Verschwinden der Täter", in dem er 2004 einen Rollback im kollektiven deutschen Geschichtsgedächtnis analysiert. Seine Ausstellung wies nach, "dass der Judenmord zum Alltag des Vernichtungskrieges gehörte und die Soldaten daran partizipierten - als Zuschauer und Mitwisser, als Täter und Helfer". Feindbild: "jüdischer Bolschewismus." Doch, wen interessiert's? Man wird, sagt der Soziologe Harald Welzer, zurückkehren zu den Vorstellungen der 1950er Jahre, wo es die "Nazis" und die "Deutschen" gab, und zu der Behauptung, dass die Deutschen Verführte, Missbrauchte, ihrer Jugend beraubte, also selbst Opfer der Nationalsozialismus waren.

Auf dem Bauernhof von Preusses Großvaters in Nordrhein-Westfalen waren zwei sowjetische Kriegsgefangene eingesetzt. Sie sollen sich wohl gefühlt haben und saßen angeblich beim Essen mit am Tisch. Ruth Preusse fragte sich irgendwann, ob das Familiennarrativ stimmt. Von den 94 Gefangenen des Haftortes in eineinhalb Kilometer Entfernung vom Bauernhof überlebte die Hälfte nicht. Es gibt nicht einmal eine Gedenktafel, sagt sie. Aber sie hat auf ihre Frage eine Antwort gefunden: "An Unrecht erinnern."

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