Vielleicht hatten die Mitglieder der Künstlervereinigung Dachau schon so eine Vorahnung, als sie den kleinen Maibaum vor dem Café Gramsci gestalteten. Die Tafeln zeigen nicht wie üblich Wappenbilder des örtlichen Handwerks, sondern Szenen des ersten Teils von Dantes "Göttlicher Komödie", dem Inferno. Der bekannteste Satz der berühmten Dichtung lautet: "Ihr, die ihr hier eintretet, lasst alle Hoffnung fahren." Das kleine Café in der Dachauer Altstadt ist nach 17 Jahren, rund 310 Konzerten und 260 Filmabenden nur noch eine leere Hülle, sogar Matilda, das alte Klavier von Wirt Christian Salvermoser, ist verschwunden.
Alter Metzgerhof Dachau"Wenn man Lösungen sucht, findet man Lösungen"
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Das Café Gramsci ist schon dicht, auch der Kleinen Altstadt-Galerie droht wegen baulicher Mängel das Aus. Könnte eine private Initiative das Kulturbiotop retten? Vielen erscheint das utopisch, nicht aber Heinz Bielmeier - und der muss es eigentlich wissen.
Von Gregor Schiegl, Dachau
