Es war ein besonderer Gottesdienst, der am Sonntag in der Dachauer Friedenskirche stattfand, das zeigten schon die Gäste: Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, der Zeitzeuge Ernst Grube und Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linke) waren neben rund 300 Besucherinnen und Besuchern gekommen, um Pfarrer Björn Mensing in den Ruhestand zu verabschieden. Mensing war mehr als zwanzig Jahre lang Pfarrer an der evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau und hat in dieser Zeit „den Opfern Namen gegeben“, wie Knobloch in ihrer Rede sagte. Sie und Grube, beide Holocaust-Überlebende, sowie Ramelow als Ehrengäste warnten mit eindringlichen Worten vor den Gefahren von rechts, vor den Bedrohungen der Demokratie, vor Antisemitismus und Homophobie.
Entpflichtung von Pfarrer MensingDachaus Mahner geht, seine Aufgabe bleibt
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Beim Abschiedsgottesdienst für Björn Mensing warnen Charlotte Knobloch und Bodo Ramelow vor der Gefahr von rechts. Der scheidende Pfarrer der Versöhnungskirche erinnert in seiner letzten Predigt an Martin Niemöller und die Bekennende Kirche in der NS-Diktatur.
Von Dorothea Friedrich, Dachau
