Jedes Jahr am 12. Juli erinnert sich Nicholas Esiovwa an diese Horrornacht. „Das ist kein gutes Datum. Wir denken immer daran, was uns an diesem Tag widerfahren ist“, berichtet er. Die Erinnerungen holen ihn ein, wie er mitten in der Nacht aus dem Bett in Karlsfeld geholt und in Handschellen gelegt wurde. Wie seine damals sechsjährige Tochter Claudia – eine gebürtige Dachauerin – verzweifelt die Polizisten fragte, warum sie ihren Daddy verhafteten. Es war jene Nacht vor vier Jahren, am 12. Juli 2022, als die fünfköpfige Familie Esiovwa aus Karlsfeld nach Nigeria abgeschoben wurde. „Es macht mich bis heute sehr traurig“, schreibt Nicholas Esiovwa aus Nigeria.
Asylpolitik„Wir wurden behandelt wie Kriminelle“
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Vier Jahre nach ihrer nächtlichen Abschiebung aus Karlsfeld nach Nigeria kämpft die Familie Esiovwa weiter um Gesundheit und Bildung. Zugleich kommt es zu einer ersten Verhandlung vor Gericht: Werden die Abgeschobenen Einsicht in ihre eigene Akte erhalten?
Von Jessica Schober, Dachau
