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Coronavirus:Niedrige Inzidenz, hohe Impfquote

Der Landkreis hat im Münchner Umkreis mit die besten Werte

Von Carla Behnke, Dachau

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Dachau lag am Montag bei 3,2 und damit "erfreulich niedrig", so Landrat Stefan Löwl (CSU). Deutschlandweit ordnet das Landratsamt den Kreis bei den Inzidenz-Werten als "gut im Mittelfeld" ein; im direkten Münchner Umkreis hat nur der Landkreis Pfaffenhofen eine niedrigere Inzidenz von 0,8. Löwl sieht als Grund dafür hauptsächlich Glück. "Das, was die Inzidenzen immer so hochtreibt, sind einzelne Events, bei denen sich die Leute dann anstecken." In Dachau habe es dagegen nur einige Einzelfälle gegeben. Wenn aber einer dieser Einzelfälle etwa zu einer Hochzeit oder einer anderen privaten Feier geht, sind auch die Inzidenzen schnell wieder oben. Um solche "kleinen Hotspots" zu vermeiden, bestehe in Dachau weiterhin eine Dualität zwischen niedriger Inzidenz auf der einen Seite und Maßnahmen wie Maskenpflicht in Theatern oder Testpflicht in der Schule auf der anderen Seite, so der Landrat. Löwl appelliert an die Bürger, weiterhin Testangebote wahrzunehmen. Auch, wenn es nicht mehr nötig sei. Das sei die beste Möglichkeit, "diesen einen Spreader frühzeitig zu erkennen".

Die Impfraten im Landkreis Dachau sind überdurchschnittlich: 52,3 Prozent der Einwohner haben eine erste Impfung erhalten, 29,6 Prozent bereits eine zweite. Den Grund dafür sieht das Landratsamt vor allem in Impfaktionen wie "Impf in den Mai" oder am Vatertag. Insgesamt wurden vier solcher Aktionen im Landkreis veranstaltet; dabei konnten 4000 Menschen unabhängig von der Priorisierung geimpft werden. Laut dem Helios Amper-Klinikum liegen derzeit auch keine Patienten mit Covid-19 im Krankenhaus, weder auf der Normalstation noch auf der Intensivstation. Außerdem haben alle Landkreisbewohner der Prioritätsstufen eins und zwei ein Impfangebot erhalten; jetzt arbeiten die beiden Impfzentren an der Prioritätsgruppe drei. Die Priorisierung ist zwar für Hausärzte aufgehoben, nicht aber für die Impfzentren.

© SZ vom 22.06.2021
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