Dachau:Glühwein im gallischen Dorf

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Christkindlmarkt

Auch wenn es heuer womöglich teuer wird für die Veranstalter, so ist Entscheidung gefallen: Der Christkindlmarkt am Rathaus wird aufgebaut – trotz strenger Corona-Auflagen.

(Foto: N.P.JØRGENSEN)

Der Christkindlmarkt am Rathaus wird trotz Corona stattfinden

Von Julia Putzger, Dachau

Während immer mehr Gemeinden im Landkreis ihre Christkindlmärkte auf Grund steigender Infektionszahlen und strengerer Vorschriften absagen, kommt diese Entscheidung für Christian Naumann nicht in Frage: Gemeinsam mit den Mitgliedern seines Christkindlmarkt Vereins hat der Vorsitzende beschlossen, dass der Markt vor dem Dachauer Rathaus in diesem Jahr stattfinden soll. Allerdings: Ganz so unbeschwert wie ursprünglich geplant wird der Budenzauber nicht sein. Es wird die 2G-Regel gelten. Das bedeutet: Die Stände sind eingezäunt, wer also einen Glühwein trinken will, muss an einem der beiden Eingänge dem Sicherheitspersonal seinen Impfnachweis oder sein Genesenenzertifikat vorzeigen. Auf dem Gelände entfallen dann dafür die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. "Das ist die einzige Lösung, um alles vernünftig unter einen Hut zu bringen", sagt Naumann. Schon vor Wochen habe man sich auf diese Möglichkeit eingestellt, weshalb das Umplanen jetzt keine größeren Schwierigkeiten bereite. "Anders als manche Gemeinden, die in Eigenregie organisieren, sind wir als Verein ja Profis", erklärt der Vorsitzende.

Allerdings kommen auf die Veranstalter nun wesentlich höhere Kosten zu. Sie rechnen mit Ausgaben zwischen 25 000 und 30 000 Euro für den Wachdienst. Die Standgebühren mussten deshalb leider verdoppelt werden, berichtet Naumann. Außerdem hat der Verein einen Defizitkostenzuschussantrag bei der Stadt eingereicht, über den die Stadträte noch abstimmen müssen. Da er sowohl mit den Verantwortlichen der Stadt als auch dem Landrat in engem Kontakt steht, macht Naumann sich wenig Sorgen: "Ich bin optimistisch."

Der Christkindlmarkt vor dem Dachauer Rathaus könnte in der Vorweihnachtszeit dann zum "gallischen Dorf" werden, wie Naumann scherzhaft formuliert. Denn viele andere Gemeinden im Landkreis haben ihre geplanten Adventsmärkte in den letzten Tagen abgesagt. So teilte auch die Gemeinde Karlsfeld mit, dass man sich "nach langer und intensiver Beratung" entschieden habe, den Hüttenzauber abzusagen. Annulliert sind auch die Märkte in Vierkirchen, Weichs, Bergkirchen, Hebertshausen, Schwabhausen und Hilgertshausen-Tandern. Adventsmarkt und verkaufsoffener Sonntag am 21. November in Dachau entfallen ebenfalls. In den Veranstaltungskalendern stehen damit nur noch die Veranstaltungen in Haimhausen, Markt Indersdorf, Odelzhausen, Pfaffenhofen an der Glonn, Altomünster und Erdweg - zu Änderungen kann es noch kommen.

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