Bundestagswahl:Doch wieder drin

Beate-Walter Rosenheimer

Beate Walter-Rosenheimer.

(Foto: Privat)

Grünen-Abgeordnete Beate Walter-Rosenheimer zieht verspätet in den Bundestag ein

Von Erich C. Setzwein, Dachau

Eine weitere Amtszeit im Bundestag darf die Grünen-Politikerin Beate Walter-Rosenheimer antreten. Bei der Wahl am 26. September hatte ihre Partei in Bayern nicht genügend Stimmen bekommen, damit Walter-Rosenheimer von ihrem 19. Listenplatz ins Parlament kam. Erst nach der nun abgeschlossenen Prüfung aller abgegeben Stimmen hat sich ergeben, dass die bayerischen Grünen 188 Stimmen mehr haben. In Nordrhein-Westfalen dagegen fielen Stimmen weg, sodass der Grüne Michael Sacher nun sein Mandat wieder verliert.

"Michael Sacher hat mir gerade eine Nachricht geschickt und mir gratuliert", sagt Beate Walter-Rosenheimer am Freitagmittag. Kurz zuvor hat Bundeswahlleiter Georg Thiel in Berlin das amtliche Endergebnis verkündet. Demnach haben die Grünen 6 852 206 Stimmen bekommen, was einem Anteil von 14,8 Prozent entspricht. Da aber das deutsche Wahlsystem durchaus als kompliziert gesehen werden kann, sind nach dem Nachrechnen der Ergebnisse Stimmen von einem zum anderen Bundesland gewandert. Deshalb war die vergangene Woche, als die Ergebnisse der Landeswahlleiter bekannt wurden und Wahlarithmetiker sich berufen fühlten, dem Bundeswahlleiter vorzugreifen, mit einem Auf und Ab der Gefühle verbunden. Beate Walter-Rosenheimer aber konnte, wie sie erzählt, in dieser Zeit zumindest ihre Büroleiterin wiedergewinnen für den Fall ihres Wiedereinzugs. Die hatte sie zusammen mit ihrem übrigen Berlin-Team nach der Wahl und dem Verlust ihres Mandats entlassen müssen. Jetzt darf sie wieder Abgeordnete und Arbeitgeberin sein und freut sich sehr auf die Tätigkeit im Parlament.

Alexander Heisler, Sprecher des Dachauer Grünen-Kreisverbands, zeigt sich "sehr zufrieden" über das "sehr späte, aber freudige Ergebnis". Walter-Rosenheimer werde den Landkreis in Berlin weiterhin vertreten und sich für grüne Inhalte einsetzen: "einem konsequenten Klimaschutz, dem Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft und einer echten sozialen Gerechtigkeit" - und natürlich ihrem Herzensthema Kinder und Jugendliche. Welche Aufgaben sie in der Fraktion übernimmt, weiß sie noch nicht; das Thema Menschenrechte, sagt sie, würde ihr liegen

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB