Bundestagswahl 2025Michael Schrodi wieder im Bundestag

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Michael Schrodi bangte am Wahlabend um seinen Wiedereinzug in den Bundestag. Jetzt ist klar: Er hat es geschafft.
Michael Schrodi bangte am Wahlabend um seinen Wiedereinzug in den Bundestag. Jetzt ist klar: Er hat es geschafft. N.P.JØRGENSEN

Laut dem vorläufigen Endergebnis zieht der Olchinger SPD-Politiker über die Liste wieder ins Parlament ein. Am Wahlabend musste er noch zittern.

Von Andreas Ostermeier, Dachau

Der Wahlkreis Fürstenfeldbruck-Dachau hat zwei Abgeordnete in Berlin. Nachdem CSU-Bundestagsabgeordnete Katrin Staffler am Sonntag das Direktmandat gewonnen hat, ist auch der Wiedereinzug von Michael Schrodi bestätigt. Nach dem vorläufigen Endergebnis hat die SPD in Bayern bei der Bundestagswahl 14 Mandate gewonnen. Das bedeutet, dass Schrodi, der auf Platz elf der Liste steht, seine Arbeit im deutschen Parlament fortsetzen kann.

Der Finanzexperte aus Olching gehört dem Bundestag seit 2017 an.Schrodi war am Wahlabend die Enttäuschung anzumerken. 16 Prozent für die SPD, das schlechteste Bundestagswahlergebnis in der Geschichte, nagten sichtbar an ihm. Da die SPD-Ergebnisse in Bayern noch einmal schlechter sind als im Bund, sah der 47 Jahre alte Politiker sein Mandat als sehr gefährdet an, zumal mit FDP und BSW noch zwei Parteien an der Fünfprozentmarke kratzten. Wären beide in den Bundestag eingezogen, hätte es für Schrodi eng werden können.Doch Platz elf auf der SPD-Liste reichte. Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion kann seine dritte Abgeordnetenzeit in Berlin antreten.

Jetzt stehen Koalitionsgespräche an

Im Rücken hat er ein besonderes Wahlergebnis: Schrodi ist bayernweit der einzige SPD-Kandidat, der in einem Wahlkreis, in dem es auch einen AfD-Kandidaten gab, die zweitmeisten Erststimmen holte. Mit 15 Prozent der Stimmen liegt er auch klar über dem Bayerndurchschnitt seiner Partei.

Auf diesem Ergebnis kann er sich aber nicht lange ausruhen. Denn in Berlin stehen demnächst die ersten Gespräche über eine neue Regierung an. Schrodi sagt, dass die SPD bereit sei, Verantwortung in einer Regierung zu übernehmen, ein Selbstläufer sei dies aber nicht. In der Fraktion sei die Stimmung zurückhaltend, was eine Kanzlerwahl von Friedrich Merz angehe. Dem CDU-Vorsitzenden wirft der Olchinger vor, als Oppositionsführer in der Kritik an der Regierung „maßlos überzogen“ zu haben. Merz müsse jetzt erst einmal rhetorisch abrüsten.

Schrodi will sich auch von Merz und der Union nicht drängen lassen. Es brauche gute Verhandlungen für eine Regierung, schließlich müsse auch die SPD ihre Mitglieder und Wähler von den Ergebnissen überzeugen. Als wichtige Punkte nannte er die Ankurbelung der Wirtschaft und die finanzielle Entlastung der Mitte der Gesellschaft.

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