Letztens war Jürgen Braun noch einmal im Dunstkreis der Macht. Der 63-jährige AfD-Politiker nahm in der vergangenen Woche am „National Prayer Breakfast“ in Washington teil, einem seit 1953 stattfinden religiösen Treffen, bei dem Mitglieder des US-Kongresses, der amtierende US-Präsident und internationale Gäste im „Geiste der Liebe und Versöhnung“ gemeinsam beten. Der gläubige Christ Braun verfolgte, wie Donald Trump im Ballsaal des Hilton-Hotels über seinen Bezug zur Bibel sprach und sich als großer „Friedensstifter“ inszenierte. Es war derselbe Trump, der noch kurz vor dem Frühstück im Hilton mit seinen Annexionsfantasien über den Gazastreifen die Weltordnung durchrüttelte.
Bundestagswahl 2025AfD-Bundestagsabgeordneter auf Talfahrt
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Jürgen Braun hat interne Machtkämpfe in der AfD verloren. Jetzt verpasst er voraussichtlich den Wiedereinzug ins Berliner Parlament – ausgerechnet während seine Partei mit einem guten Wahlergebnis rechnen darf. Über einen Geschassten.
Von Thomas Radlmaier, Dachau
