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Bergkirchen:Schlimmeres verhindert

Feuerwehr löscht Brand eines Düngemittellagers

Von Christiane Bracht, Bergkirchen

Gerade noch rechtzeitig hat die Feuerwehr in Lauterbach Schlimmeres verhindert. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Fliesen- und Düngemittellagers war dort am Samstagvormittag in Brand geraten. Als der 53-jährige Geschäftsführer eines Baustoff- und Agrarhandels an der Prieler Straße dies gegen 10.20 Uhr bemerkte, wählte er sofort die 112. Als die ersten Löschfahrzeuge anrasten, standen bereits 30 Quadratmeter der Anlage in Flammen. Brennende Teile flogen durch die Luft und landeten schließlich auf dem Boden. Man fürchtete, dass auch der Dachstuhl darunter betroffen sein könnte. Mit gebührendem Abstand positionierten sich die Feuerwehrler mit ihren Spritzen. Es gelang den Brand in den Griff zu bekommen und relativ schnell zu löschen, noch bevor das Feuer die Düngemittel erfasste und giftige Gase freisetzten konnte. "Es hätte deutlich schlimmer ausgehen können", sagt Kreisbrandinspektor Maximilian Reimoser. Auch die umliegenden Hallen blieben dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr von den Flammen verschont.

Warum die Photovoltaikanlage in Flammen aufging, ist bislang noch ungeklärt. Die Kriminalpolizei ermittelt bereits. Momentan geht man von einem technischen Defekt aus. Etwa 120 Feuerwehrler von insgesamt 13 Wehren waren im Einsatz, sowie Polizei, die Fachberater des THW und der Rettungsdienst. Die benachbarten Wehren kamen mit extra Löschwasser. Denn wenn der Ernstfall eingetreten wäre, hätte das Wasser aus dem Hydranten nicht gereicht, so Reimooser. Außerdem hätte man noch wesentlich mehr Atemschutzträger gebraucht, als die örtliche Feuerwehr zu bieten habe. Hinweise auf eine Umweltgefährdung hat es laut Polizei bisher nicht gegeben, da auch das Löschwasser lokal eingefangen werden konnte. Für Anwohner bestand ebenfalls keine Gefährdung. Vorsorglich hatte man aber auch einen Verantwortlichen des zuständigen Klärwerks verständigt. Der entstandene Schaden an Photovoltaikanlage und Gebäude ist zwar hoch, die Polizei schätzt ihn auf etwa 100 000 Euro, doch man ist froh über den glimpflichen Ausgang, bei dem niemand verletzt wurde.

© SZ vom 12.04.2021 / cb
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