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Boomende Baukonjunktur:Kunstrasenplatz wird teurer

Fußballfeld für TSV 1865 soll nun 1,8 statt 1,6 Millionen Euro kosten

Mit der boomenden Baukonjunktur lassen sich die Kosten von Projekten immer schwieriger kalkulieren. Diese Entwicklung trifft nun auch den geplanten Kunstrasen-Fußballplatz beim Sportverein TSV 1865. Die Ergebnisse der Ausschreibung, die vom Verein durchgeführt wurde, lagen deutlich über dem errechneten Ansatz, informierte Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) die Stadträte im Haupt- und Finanzausschuss. Statt 1,6 Millionen Euro soll die strapazierfähige Sportfläche nun 1,8 Millionen Euro kosten. Da die Stadt sich finanziell beteiligt mit einem Zuschuss und der Vorfinanzierung eines Teilbetrags der Bausumme, kommen auf Kämmerer Thomas Ernst deutlich höhere Ausgaben zu. Der Sportverein ASV, der ebenfalls einen Kunstrasenplatz errichten will, hat sein Projekt noch nicht ausgeschrieben, weil die Genehmigung des Wasserwirtschaftsamts noch aussteht. Mit den Kostensteigerungen beim TSV werden sich die Stadträte konkret in den kommenden Sitzungen von Finanzausschuss und Stadtrat befassen. Ein Ausweg aus dem Dilemma ist aber nicht in Sicht.

Bisher galt unter Fachleuten, dass im Sommer überteuerte Angebote zu erwarten sind, eine Ausschreibung über Weihnachten dagegen Kostenvorteile bringt. "Diese traditionellen Regeln gelten nicht mehr", beklagte der OB. Überteuerte oder akzeptable Angebote zu erhalten, das sei "reines Glück oder Pech."

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