Landkreis Dachau:110 000 Euro für die Denkmalpflege

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Auch ein Projekt der Denkmalpflege: die Sanierung der alten Klostermauer in Indersdorf. (Foto: Niels P. Jørgensen)

Der Bezirk Oberbayern stellt für kommunale, kirchliche und private Projekte 1,1 Millionen Euro für das kommende Halbjahr bereit.

Zu den Aufgaben des Bezirks Oberbayern gehört die Denkmalpflege. Davon profitiert auch der Landkreis Dachau. Genau 111 100 Euro investiert der Bezirk in diesem Jahr in die Denkmalpflege im Landkreis. Davon gehen 50 000 Euro an das Kloster Indersdorf für die Sanierung der Klostermauer. Auch in Altomünster wird die Mauer am ehemaligen Kloster saniert: Der Bezirk gibt rund 29 000 Euro dazu.

In Dachau möchte der Verein Kinderschutz e. V. eine Villa in der Burgfriedenstraße instand setzen, um diese als Kinderhaus zu nutzen, dafür gibt es 19 000 Euro. In Odelzhausen darf sich der Verein der Freunde Dorfkapelle Hadersried über 1500 Euro freuen. An der dem Heiligen Franziskus geweihten Kapelle sollen zudem die Fassade und der Kreuzweg erneuert werden. Der Rest fließt in die Sanierung eines Bauernhauses und einer Scheune.

Es geht nicht nur darum, Altes zu erhalten

Der Bezirk Oberbayern fördert den Erhalt von Bau- und Bodendenkmälern sowie von Einzelobjekten, die wegen ihrer künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung von allgemeinem Interesse sind. Mit der Förderung sollen die höheren Kosten, die bei der Renovierung oder Restaurierung denkmalgeschützter Gebäude entstehen, kompensiert werden. Der Bezirk übernimmt zehn bis zwanzig Prozent dieser Mehrkosten, jedoch nur bis zu einer Höhe von maximal 50 000 Euro.

"Mit unserer Denkmalpflegeförderung tragen wir dazu bei, dass unsere Kulturlandschaft in Oberbayern auch für die nächsten Generationen attraktiv ist", sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. "Dabei wollen wir nicht nur Altes erhalten, sondern bewusst auch alte Gemäuer für eine neue Nutzung ertüchtigen." Die Förderung, für die der Bezirk jährlich mehr als zwei Millionen ausgibt - eine zweite Vergabe folgt im Herbst - sei "ein bedeutsamer Rückfluss der Bezirksumlage in die Landkreise und kreisfreien Städte".

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