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Bergkirchen:Unfallschwerpunkt wird entschärft

Bergkirchen lässt Ampel an Gündinger Kreuzung anbringen

Auf der Landkarte sieht die Kreuzung harmlos aus, im echten Leben kollidieren dort aber regelmäßig Fahrzeuge: Wo in Günding die Sankt-Vitus- und die Bacherner Straße in die Hauptstraße münden, liegt einer der Unfallschwerpunkte im Landkreis. 2016 hat es hier sieben Mal gekracht, bei fünf Unfällen entstanden nicht nur Sachschäden, Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Gemeinde hat deshalb immer wieder versucht, die unübersichtliche Stelle zu entschärfen. Der Straßenverlauf wurde verändert, ein Maibaum versetzt. Geholfen hat es nichts, denn die Sankt-Vitus-Straße kommt eng den Berg herauf, führt links und rechts an einer Bauminsel vorbei. Die Einmündung in die Kreisstraße DAH 5, die als Hauptstraße durch Günding führt, ist trotz zweier Verkehrsspiegel enorm unübersichtlich. Auch wer von Bachern kommt, hat keinen guten Überblick. All das wäre noch nicht problematisch, wäre die Kreuzung kaum befahren. Doch im Berufsverkehr gilt die Strecke als Schleichweg zur Bundesstraße 471 und zur Autobahn A 8. In Spitzenstunden wollen deshalb bis zu 180 Fahrzeuglenker die vorfahrtsberechtigte Hauptstraße queren, wo aber bereits 300 Fahrzeuge in jeder Richtung unterwegs sind. Weil immer wieder Unfälle passieren und ein entlastender Kreisverkehr dort keinen Platz hat, soll nun als Ultima Ratio eine Ampel installiert werden. Der Gemeinderat hat sein Placet schon erteilt, Bergkirchen wird die Hälfte der mit 80 000 Euro kalkulierten Baukosten übernehmen. Nun muss der Landkreis dem Projekt noch zustimmen. Bürgermeister Simon Landmann (CSU) ist aber optimistisch. "Dann kann die Ampel noch in diesem Jahr installiert werden", sagte er auf der Bürgerversammlung.

© SZ vom 07.04.2017 / pes

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