Süddeutsche Zeitung

Bergkirchen:Edith Daschner kandidiert nicht mehr

Im Bergkirchener Rathaus stehen nach der Kommunalwahl 2020 grundlegende personelle Veränderungen an. Nicht nur Bürgermeister Simon Landmann (CSU) tritt, wie längst bekannt, nicht mehr an. Auch seine langjährige Stellvertreterin Edith Daschner (Freie Wähler Bergkirchen) kandidiert nicht mehr. "18 Jahre in der Kommunalpolitik sind genug", sagt Daschner, die als zweite Bürgermeisterin nicht nur hin und wieder die Stellung im Rathaus hielt, sondern sich stark eingebracht hat ins Gemeindeleben, auch als rührige Organisatorin vor allem kultureller Veranstaltungen. "Das war interessant, aber jetzt müssen Jüngere ran." Und dieser Generationenwechsel bei der Freien Wählergruppe Bergkirchen scheint zu gelingen: Die beiden Gemeinderäte Vitalis Glas und Franz Liedl wurden als erfahrene Politiker bei der Aufstellungsversammlung an den Spitzenpositionen der Bewerberliste bestätigt. Doch danach wurden Thomas Barth, Markus Brummer und Thomas Gasteiger, gleich drei "junge Kerle" auf weitere vordere Plätze gewählt. Nachdem bei der FWG die Reihenfolge der Kandidaten ähnlich wie bei der Kommunalwahl über die Anzahl der abgegebenen Stimmen auf einer alphabetischen Liste bestimmt wird, freut sich Daschner über dieses klare Votum für die Jugend. Weniger begeistert ist sie aber über die Frauenquote - denn nur zwei Kandidatinnen bewerben sich, Bettina Reichert und Eva Läng. "Seit Monaten war ich unterwegs, habe persönliche Gespräche geführt, keine Chance, das war deprimierend", sagt Daschner. Sie wird nun mit den Kandidaten noch ein Wahlprogramm erarbeiten, bevor sie sich mit der Kommunalwahl dann auch als FWG-Sprecherin zurückzieht.

Einen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominierte die FWG Bergkirchen, wie zu erwarten war, nicht. Wie die übrigen vier Wählervereinigungen im Ort unterstützt auch die Wählergruppe Bergkirchen den CSU-Kandidaten Robert Axtner, der bei der Aufstellungsversammlung ausdrücklich nominiert wurde.

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SZ vom 20.11.2019 / pes
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