bedeckt München 22°

Bei der Arbeitsagentur:Per Selfie arbeitslos melden

Landkreisbürger können diese Identifikationsmöglichkeit nutzen

Ein Service, der Bürgern aus den Landkreisen Dachau, Freising, Erding und Ebersberg zur Verfügung steht, macht es möglich, sich arbeitslos zu melden, ohne dafür das Amt aufzusuchen. Menschen, die ihre Arbeitslosmeldung in der Corona-Zeit nicht persönlich vornehmen können, steht von nun an die freiwillige Online-Identifikationsmöglichkeit zur Verfügung.

Normalerweise ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass man sich persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden muss, um den Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend zu machen. In der Zeit der Pandemie kann dies ausnahmsweise auch telefonisch oder online geschehen. Die zugehörige Identitätsprüfung muss aber in jedem Fall nachgeholt werden. Die Arbeitsagenturen bieten nun befristet bis zum 30. September 2020 das sogenannte "Selfie- Ident-Verfahren" an. Damit kann die notwendige Identifikation auch ohne persönliches Erscheinen über Handy oder Tablet erfolgen. Alle, für die dieses Verfahren möglich ist, bekommen Ende Juli/Anfang August ein entsprechendes Schreiben zugesandt, in dem das Selfie-Ident-Verfahren angeboten und erklärt wird. Betroffene müssen also erst aktiv werden, wenn sie angeschrieben werden.

Der Schutz der persönlichen Daten sei garantiert, die Teilnahme freiwillig, erklärt die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung. "Der neue Service ermöglicht es unseren Kundinnen und Kunden, rund um die Uhr und ohne persönliches Erscheinen in der Agentur für Arbeit ihre Identifizierung nachzuholen. Der Schutz der personenbezogenen Daten hat hierbei natürlich höchste Priorität", sagt Nikolaus Windisch, Chef der Arbeitsagenturen in Freising, Erding, Ebersberg und Dachau. Sollten sich Bürger dagegen entscheiden, erhalten sie zu einem späteren Zeitpunkt einen Brief, um sich auf herkömmlichem Weg persönlich in ihrer Agentur für Arbeit zu identifizieren.

Für die Online-Identifizierung brauchen die Bürger drei Dinge: ein app-fähiges Gerät mit Kamera, eine stabile Internetverbindung sowie ein gültiges Ausweisdokument mit holographischem Merkmal. Über einen QR-Code auf dem Kundenanschreiben beziehungsweise durch Aufruf der im Schreiben benannten Internetseite erhalten sie weitere Informationen zum Verfahren.

© SZ vom 28.07.2020 / SZ

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite