Bavarian International School:Der Atem der weiten Welt

Lesezeit: 3 min

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) im Kreis von Schülerinnen und Schülern der BIS, mit denen sie über Heimat diskutiert. (Foto: BIS/oh)

Landtagspräsidentin Ilse Aigner hat die Schirmherrschaft des Fördervereins der Bavarian International School übernommen

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hat die Bavarian International School (BIS) in Haimhausen als "Umweltschule in Europa" ausgezeichnet. Eine Woche später besuchte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) die Schule und übernahm die Schirmherrschaft des Fördervereins, "Friends of BIS e.V." "Internationalität und Weltoffenheit sind in jedem Klassenzimmer spürbar", sagte die Politikerin nach ihrem Besuch des City Campus in München-Schwabing. Zuvor hatte Staatsminister Piazolo Chrissie Sorenson, Schuldirektorin und Vorstand der Bavarian International School, die Auszeichnungsurkunde überreicht.

"Mit euren Projekten habt ihr einen aktiven Beitrag zur umweltfreundlichen Gestaltung des Schulalltags geleistet. Es ist beeindruckend, mit wie viel Einsatz und Eigeninitiative ihr Verantwortung für unsere Zukunft übernehmt", erklärte Piazolo beim Festakt. Die BIS nimmt als einzige Schule im Landkreis an der weltweiten Bewegung "Eco Schools" teil, die hierzulande offiziell "Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule" heißt. Von den rund 1100 Teilnehmern aus Deutschland entfiel fast die Hälfte auf Schulen in Bayern. 163 Bildungseinrichtungen aus Oberbayern und Schwaben erhielten die offizielle Auszeichnung. Weltweit sind 9000 Schulen in 50 Ländern beteiligt.

Hunderte Schülerinnen und Schüler hatten an den zwei BIS-Campus-Standorten in München-Schwabing und Haimhausen Projekte zu den drei Themen Müll, Biodiversität und gesunde Lebensweise sowie eine Dokumentation eingereicht, wie Umwelt und Nachhaltigkeit in das alltägliche Schulleben integriert werden. Dieses Projekt kommt nicht von ungefähr: Es entsprach dem Leitsatz der Schule, die ihre Schüler - insgesamt 1200 Kinder und Jugendliche aus 56 Nationen - zu Weltbürgern erzieht und sie verantwortungsvolles Handeln lehrt. Das sei in diesem Projekt auch gelungen, sagte Minister Piazolo, bei den jungen Menschen sei das Interesse für umweltbewusstes Verhalten und einen nachhaltigen Lebensstil geweckt worden.

"Diese Auszeichnung ist für die BIS ein Ansporn, Umweltschutz und nachhaltige Entwicklung weiterhin interdisziplinär im gesamten Lehrplan zu verankern. Durch seine existenzielle Bedeutung entwickeln wir das Thema vom Projekt zu einem festen, pädagogischen Baustein in der gesamten Schule", erklärte Schuldirektorin Chrissie Sorenson. Sie dankte allen Beteiligten, vor allem auch der Projektleiterin Emma Morris, wie auch den Initiatoren, dem Freistaat, der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung und dem koordinierenden Landesbund für Vogelschutz in Bayern.

210 Angestellte aus 29 Nationen arbeiten für die BIS, davon 170 Lehrer. Der ganzheitliche Bildungsfokus liegt auf der individuellen Entwicklung jeden Kindes unter dem Motto "Believe. Inspire. Succeed". Durch den hohen Anteil internationaler Schüler (75 Prozent) ist die private Ganztagsschule ein wichtiger Faktor für die Wirtschaftsförderung und das Standortmarketing im Großraum München.

Das betonte auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner, die bei ihrem Besuch von zehnjährigen Schülern durch die 2016 neu eröffnete Grundschule mitsamt Kindergarten geführt wurde. Sie las den Kindern der fünften Klasse aus dem Buch "In Jerusalem war alles anders. Erinnerungen eines Kindes" von der Autorin Margit Pflüger vor. Anschließend diskutierte die Politikerin mit den Kindern über die Bedeutung von Heimat im Zeitalter der Globalisierung. Danach wurde Ilse Aigner als offizielle Schirmherrin des Fördervereins vorgestellt. Dieser unterstützt unter anderem die Entwicklung von Zukunftsprojekten, etwa die Finanzierung des geplanten Creativity & Innovation Centres (CIC).

Das neue Herz des Haimhausener Campus soll auf drei Etagen und 8300 Quadratmetern Größe rund 750 Schüler moderne, innovative und interdisziplinäre Lernbedingungen für alle Unterrichtsangebote bieten und damit eine Benchmark für Bildung in Bayern darstellen. Die "Schule der Zukunft" beheimatet flexible Bildungsinseln, Labore, Maker Spaces, EdTech-Studios, Ateliers, Bühnen, Auditorium. Als multifunktionaler Raum soll sie sich partnerschaftlich der gesamten Region öffnen. Die Baukosten werden auf rund 25 Millionen Euro geschätzt. Ilse Aigner war von den Schülern begeistert: "Es hat großen Spaß gemacht, mit ihnen zu lesen und zu diskutieren. Die Schülerinnen und Schüler waren sehr freundlich, neugierig, aufgeweckt und selbstbewusst."

Weiter sagte die CSU-Politikerin, dass die Bavarian International School nicht nur "ein wichtiger Baustein im Mosaik der bayerischen Bildungslandschaft" sei. Internationale Schulen, wie die BIS, hätten eine besondere Bedeutung für die Wirtschaftsentwicklung im Großraum München und ganz Bayern. Ihre Angebote unterstützten die Unternehmen dabei, dringend benötigte Top-Manager, sowie Fach- und Führungskräfte aus aller Welt für die Region zu begeistern. Den Bau eines sogenannten Innovation- und Creativity Centre (CIC) am Haimhausen Campus bezeichnete Ilse Aigner als einen Ort für Ideenreichtum, Erfindergeist und Zukunftsentwicklung der nächsten Generationen - und deshalb auch als Gewinn für ganz Bayern.

© SZ vom 20.12.2019 / SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: