Badeunfall:Sechsjähriger geht in Eisolzrieder See unter

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Der Eisolzrieder See bei Bergkirchen. Hier ereignete sich am Dienstag ein Badeunfall. (Foto: Toni Heigl)

In einem unbeaufsichtigten Moment begibt sich der Junge alleine ins Wasser. Einer seiner Familienangehörigen findet das bewusstlose Kind.

Von Thomas Radlmaier, Bergkirchen

Ein Sechsjähriger ist am Dienstagnachmittag gegen 17.25 Uhr im Eisolzrieder See bei Bergkirchen untergegangen und schwer verletzt worden. Wie die Dachauer Polizei berichtet, befand sich der Junge zunächst mit seiner Familie aus dem Landkreis Günzburg auf der Liegewiese. Als ihn offenbar niemand beachtete, ging der Junge alleine ins Wasser.

Nachdem die Familienangehörigen bemerkt hatten, dass das Kind verschwunden war, machten sie sich sofort auf die Suche nach dem Sechsjährigen. Ein 42-Jähriger aus der Gruppe fand den bewusstlosen Jungen schließlich unter Wasser.

Der Mann brachte den Sechsjährigen an Land und versuchte unverzüglich, diesen zu reanimieren. Ein hinzugerufener Notarzt setzte die Wiederbelebungsmaßnahmen „erfolgreich“ fort, heißt es im Polizeibericht. Anschließend flog ein Rettungshubschrauber den Jungen mit schweren Verletzungen in ein Kinderkrankenhaus. Zu seinem Zustand konnte die Polizeiinspektion Dachau auf Nachfrage am Donnerstag keine Angaben machen.

Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen zu Badeunfällen

Ermittler versuchen nun, die Hintergründe des Badeunfalls herausfinden. Hinweise auf Fremdverschulden könne man bislang nicht erkennen, so die Polizei.

Immer wieder kam es in den vergangenen Wochen zu Badeunfällen im Landkreis Dachau. Ende Juli ertrank ein 49-Jähriger im Karlsfelder See. Badegäste hatten beobachtet, wie der Mann untergegangen war. Rettungskräfte fanden den 49-Jährigen nach fünf Minuten. Doch er konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

Anfang August wäre ein 22-Jähriger ebenfalls im Karlsfelder See fast ertrunken. Auch hier beobachteten Badegäste, wie der Mann untergegangen war. Sie griffen sofort ein: Dutzende Menschen, teils mit Schnorchel, versuchten, nach dem Ertrunkenen zu tauchen. Mit ihrer Hilfe konnte schließlich ein Taucher der Wasserwacht den 22-Jährigen in fünf Meter Tiefe finden und an Land ziehen. Am Ufer angekommen halfen Einsatzkräfte der Wasserwacht und Feuerwehr sowie zwei zufällig anwesende Ärzte zusammen, um den 22-Jährigen zu reanimieren – mit Erfolg. Der Mann begann, wieder zu atmen. Sein Kreislauf war schnell wieder stabil.

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