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Ausstellung in Altomünster:Mythos und Magie

Aus Bernd Schwartings Werkreihe "Himmelslicht und Nachtalb".

(Foto: Toni Heigl)

Bernd Schwartings neue Werkreihe fasziniert durch ihre Lebendigkeit

Bernd Schwarting gilt mit seiner unverkennbaren malerischen Handschrift als Geheimtipp unter den Kunstsammlern im In- und Ausland. Er nutzt diverse Stilelemente der vergangenen Jahrhunderte: altmeisterliche, sehr feine Lasurtechnik ebenso wie pastose à la prima Malerei. Er malt vornehmlich mit Ölfarbe auf Leinwand. Aber auch andere, geradezu archaische Materialien wie Kohle oder Asche findet man in seinen bildnerischen Werken. "Asche ist nicht nur Abfallprodukt, ein Endpunkt, sondern auch ein Element des Neuanfangs, ein Katalysator für neu beginnendes Leben, deshalb findet sie Verwendung in meiner Malerei", erläutert der Maler.

Schwarting hat seine neue Werkreihe "Himmelslicht und Nachtalb" dem Markt Altomünster gewidmet. Hier ist das Birgittenkloster mit seiner jahrhundertealten Tradition der Kern seiner Inspiration. Klosterleben bedeutete immer schon ein Leben von und mit dem alten Wissen um Zusammenhänge zwischen Natur und Mensch, inklusive der geistlichen beziehungsweise spirituellen Dimensionen. "Das hat mich schon seit der Kindheit sehr beschäftigt und fand in dieser Werkreihe Eingang in meine Malerei", so der Künstler. Naturhaftes wird als quirlig belebte Flora und Fauna in Schwartings Malerei sichtbar: Der Mensch in seiner Körperlichkeit, der Mensch aber auch in seinen seelischen Dimensionen.

Erstmalig veröffentlicht zeigt das Klostermuseum Altomünster auf zwei Etagen eindrucksvolle, überraschende und wunderbar farbige, groß- und kleinformatige Bilder in einer außergewöhnlichen Ausstellung. Auf eine faszinierende Weise werden in Schwartings Malerei die großen menschlichen Themen der Suche, der Hinwendung, der Anschauung, der Ergründung und des magisch-mythischen Denkens gezeigt. Es verwundert nicht, das Schwartings Malerei als eine der interessantesten Positionen der jüngeren Berliner Malergenerationen gilt. Der Künstler ist mit seinen Werken auf internationalen Kunstmessen zu Gast und in bedeutenden Sammlungen zeitgenössischer Kunst vertreten. Die Kunsthalle in Emden, das Osnabrücker Kunstmuseum, die Marburger Kunsthalle sowie das Museum moderner Kunst in Passau, Stiftung Wörlen, richteten Schwarting bereits umfangreiche Einzelausstellungen seiner Bilder aus.

"Schwarting ist ein Ausnahmekünstler. Und es ist eine besondere Ausstellung in unserem Museum, die wir als Highlight für unseren Markt und die gesamte Region von Augsburg bis München präsentieren können", freut sich Wilhelm Liebhart, erster Vorsitzender des Museums- und Heimatvereins Altomünster.

Da eine Vernissage aufgrund der Coronabeschränkungen bisher nicht möglich war, überreichte Susanne Allers, Projektverantwortliche und Schatzmeisterin des Museums- und Heimatvereins Altomünster, den Katalog jetzt offiziell an Landrat Stefan Löwl, der auch Schirmherr der Ausstellung ist. Löwl nahm den Katalog freudig entgegen: "Ich bin begeistert von den Bildern Schwartings." Der Katalog kann im Museumsforum zu einem Preis von zehn Euro erworben werden. Der Verein hat auch ein Video zur Ausstellung gedreht. Dieses ist unter www.museum-altomuenster.de zu sehen. Daneben gibt es einen neuen Film zur Dauerausstellung des Museums. Derzeit auf dem Youtube-Kanal des Klostermuseums Altomünster zu sehen. Laut Susanne Allers ist zudem eine Vernissage am 2. August geplant. Das Museum hat bis Mitte September samstags von 13 bis 16 Uhr und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen durch die Ausstellungen finden jeweils sonntags um 15 Uhr statt. Die nächste Führung ist an diesem Sonntag, 28. Juni, um 15 Uhr. Treffpunkt ist am Eingang des Klostermuseum Altomünster, Sankt-Birgittenhof 6.

© SZ vom 27.06.2020 / SZ

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