Ausstellung:Die Erde unterm Gras

Mette Therbild zeigt Bilder von Orten mit Geschichte

Mette Therbild ist Mitglied der Künstlervereinigung Dachau und arbeitet als Referentin in der KZ-Gedenkstätte. In den Räumen des Dachauer Forums sind nun Gemälde und Zeichnungen von ihr zu sehen, in der sie sich mit Erinnerungskultur, insbesondere aber auch mit dem sogenannten Kräutergarten auseinandersetzt, einer von der SS betriebenen Plantage, in denen die Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau schuften mussten. Viele kamen dabei zu Tode. Mette Therbilds Arbeiten konzentrieren sich auf Atmosphären und Gefühle, die sich auf Land- und Ortschaften beziehen - wie besonders dem Kräutergarten Dachau-, der vor nicht allzu langer Zeit der Inbegriff von Terror und Angst war. "Es ist wichtig, sich an diese Orte zu erinnern und sie zu bewahren, bevor der Verfall den Prozess des Erinnerns beseitigt", so die Künstlerin aus Haimhausen. Ihre Bilder drücken die Emotionen aus, die man beim Betreten dieser Orte empfindet sowie das Erleben, wie die Natur schließlich einen Weg findet, das Geschehene zu verdecken und zu übernehmen. Die Gemälde und Zeichnungen sind expressive und emotionale Antworten auf die Vergangenheit und die Gegenwart.

Die Ausstellung im Dachauer Forum, Ludwig-Ganghofer-Straße 4, ist zu sehen von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr, Donnerstag von 13 bis 16 Uhr. Die Ausstellung geht noch bis 18. Januar 2022.

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