Nationalsozialismus:Den Boden zum Sprechen bringen

Nationalsozialismus: Die archäologischen Funde aus dem Bereich des KZ-Außenlagers Allach zeigen Gegenstände, die für Häftlinge dereinst wertvoll waren.

Die archäologischen Funde aus dem Bereich des KZ-Außenlagers Allach zeigen Gegenstände, die für Häftlinge dereinst wertvoll waren.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Die Sonderausstellung "Zeitspuren" zeigt die Bedeutung des KZ-Außenlagers Allach, in dem mehr als 20 000 Häftlinge eingesperrt wurden. Nun hält ein Katalog und ein 360-Grad-Online-Rundgang die Ausgrabungsergebnisse fest.

Von Walter Gierlich, Dachau

Der KZ-Außenlagerkomplex Allach war mit mehr als 20 000 Häftlingen eines der größten Außenlager des Konzentrationslagers Dachau und das mit Abstand größte auf dem Gebiet der Stadt München. Trotz der großen historischen Bedeutung "war seine Geschichte im öffentlichen Bewusstsein jahrzehntelang kaum präsent", sagte Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau, bei der Vorstellung des neu erschienenen Katalogs zur Sonderausstellung "Zeitspuren. Der KZ-Außenlagerkomplex Allach". Diese war von 2020 bis 2022 in der KZ-Gedenkstätte zu sehen und ist als 360-Grad-Rundgang durch die Ausstellung unter www.kz-gedenkstaette-dachau.de/360-allach/ weiterhin online verfügbar. Gezeigt werden dabei etwa 100 Fundstücke, die 2016/17 bei archäologischen Grabungen auf dem ehemaligen Lagergelände entdeckt worden waren.

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