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Aufruf:Karriere mit Lehre

IHK-Gremium möchte Ausbildung aufwerten und sucht Mitstreiter

Fast 150 Lehrstellen sind im Landkreis Dachau zu Beginn des laufenden Ausbildungsjahrs unbesetzt geblieben. Für das IHK-Gremium Dachau-Fürstenfeldbruck ist diese unbefriedigende Zahl Grund genug, um an der Ausbildungskampagne "Elternstolz" des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, der Bayerischen IHKs und der bayerischen Handwerkskammern teilzunehmen. Gesucht dafür wird nach Eltern-Kind-Paaren aus dem Landkreis, die ihre Ausbildungsgeschichte erzählen und mit ihrem Gesicht auf Plakaten und in Werbefilmen für die "Karriere mit Lehre" werben wollen.

"Die Eltern haben nach wie vor den größten Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder. Sie bestimmen im Wesentlichen die Wahl der Schulart und sie entscheiden darüber mit, ob ihre Kinder eine Berufsausbildung beginnen oder ein Studium anstreben. Mit der Kampagne wollen wir erreichen, dass Eltern stolz darauf sind, wenn ihre Kinder den Weg der Ausbildung einschlagen", erklärt Michael Steinbauer, Vorsitzender des IHK-Gremiums Dachau-Fürstenfeldbruck, die Kampagne. Sie wurde bereits am 18. November von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) unter dem Namen "Elternstolz" in München vorgestellt. Von Februar 2016 an treten die ausgewählten Eltern-Kind-Paare unter dem Slogan "Ausbildung macht Elternstolz" auf Plakaten, in Kinowerbung und im Radio auf. Die Aktion wird auch von der Handwerkskammer unterstützt.

Auf der Webseite www.elternstolz.de können sich Interessenten bis zum 16. Dezember 2015 für die Kampagne vorschlagen. Jedes ausgewählte Teilnehmerpaar erhält neben den Fotos des Shootings einen 500-Euro-Gutschein für einen Urlaub in Bayern. Der Handwerkskammerpräsident Georg Schlagbauer erhofft sich von der Kampagne ein Umdenken der Bürger: "Die Kampagne soll zeigen, dass das immer wieder gezeichnete Schreckensszenario, wonach ohne Abitur und Studium der ökonomische und gesellschaftliche Abstieg droht, schlicht und ergreifend falsch ist und noch dazu die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft massiv gefährdet."