Die Turnhalle in der Steinstraße in Dachau wird wieder für den Sport genutzt, nachdem sie über ein Jahr lang als Notunterkunft für ukrainische Geflüchtete gedient hatte. Mit der Einführung der systematischen Grenzkontrollen habe sich das Zugangsgeschehen etwas entspannt, teilt das Landratsamt Dachau mit. Geholfen habe zudem die Errichtung weiterer Unterkünfte im Landkreis. Nach den Pfingstferien sei die Halle wieder für die Schüler und Vereine zugänglich.
In den Jahren 2021 und 2022 wurde die Halle bereits zur Notunterkunft umgebaut, zwischenzeitlich wurde sie wieder als Sporthalle genutzt. Seit März 2023 lebten mehr als 100 Ukrainerinnen und Ukrainer gleichzeitig in der Erstaufnahme, bevor sie in andere Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis zugewiesen worden sind. Die Erstaufnahme erfolgt nun weiterhin in der Notunterkunft in Hebertshausen, die einst ein Supermarkt war. Nach Angaben des Landratsamtes soll Anfang Juni ein Bus mit weiteren 50 Geflüchteten im Landkreis ankommen.

Landrat Stefan Löwl (CSU) bedankt sich beim Joseph-Effner-Gymnasium, den Sportvereinen und Anwohnern für ihre Geduld und Hilfsbereitschaft: "Der Landkreis Dachau zeigt immer wieder, was im Notfall alles möglich ist." Sein Dank gilt auch den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk (THW) Dachau. Durch ihren Einsatz könne der Landkreis schnelle Hilfe anbieten und die Halle schnellstmöglich ihrem eigentlichen Nutzen zur Verfügung zu stellen.
Rund 60 Helfer des BRK Dachau, des THW-Ortsverbands Dachau, die Feuerwehren Dachau, Altomünster, Hebertshausen und Pellheim sowie die Kreisbrandinspektion Dachau haben die Turnhalle vor Kurzem ausgeräumt. Die Ehrenamtlichen transportierten die Feldbetten, Bauzäune sowie Container ab und entfernten den zusätzlichen Bodenbelag. Weitere kleine Reparaturen und Renovierungsarbeiten sind in den Pfingstferien geplant.

