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Ampertaler des Monats:Blauer Farbtupfer auf dem Waldboden

(Foto: Michaela Berghofer/oh)

Noch sind Braun und Grau die dominierenden Farben in der Natur. Einen Farbtupfer setzt das Leberblümchen. Die Gebietsbetreuung Ampertal hat es zum Ampertaler des Monats März erkoren. Die auffälligen, blauvioletten Blüten lassen sich sehen, solange der Wald mit seinem Blätterdach noch nicht das Licht vom Boden fernhält. Mitte April ist meist schon Schluss mit der filigranen Blütenpracht, aber die fleischig wirkenden, dreilappigen Blätter lassen sich bei genauem Hinsehen das ganze Jahr über entdecken. Seiner entfernt leberähnlichen Form verdankt das Blümchen seinen Namen. Man sprach ihm deshalb früher heilsame Fähigkeiten bei Erkrankungen dieses Organs zu. Doch die Pflanze ist leicht giftig. Nach der Bundesartenschutzverordnung ist das Leberblümchen streng geschützt. Im Ampertal findet man die Art in lichten Wäldern mit Buchen und Eichen, wo sie zusammen mit anderen Frühblühern wie Seidelbast und Buschwindröschen wertvolle Nahrungsquelle für Insekten bietet. Bevorzugt werden kalkreiche Böden. Rar wird sie in Bereichen, wo die ehemals weitverbreiteten Buchenwälder durch Fichtenforste ersetzt wurden.

© SZ vom 27.03.2018 / SZ
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