Am Ostersonntag Strack predigt zum letzten Mal

Am Ostersonntag um 11 Uhr gestaltet Hans Dieter Strack eine Woche vor seinem 80. Geburtstag zum letzten Mal einen Gottesdienst der Evangelischen Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Seit Ende 2000 hat der profilierte Theologe regelmäßig ein- bis zweimal im Jahr in Dachau gepredigt, zunächst in seiner Funktion als Münchner Stadtdekan und Vorsitzender des internationalen Kuratoriums der Versöhnungskirche, dann nach seiner Pensionierung noch 15 Jahre ehrenamtlich.

Im April 1939 geboren und in Freiburg im Breisgau aufgewachsen, studierte Hans Dieter Strack nach dem Abitur 1958 evangelische Theologie in Heidelberg, Göttingen, Tübingen und Zürich. Nach Vikariatsjahren in Walldorf und Heidelberg wurde Strack 1968 Religionslehrer am Friedrich-Gymnasium in Freiburg. Sein Interesse an der Erwachsenenbildung führte ihn 1974 nach München, wo er erster theologischer Leiter des Evangelischen Bildungszentrums München wurde. Seit seinem Wechsel 1994 auf die 1. Pfarrstelle an der Erlöserkirche München-Schwabing setzte sich Strack für die Kooperation der Münchner Innenstadtkirchen ein, die 1999 zur Gründung des Prodekanatsbezirks München-Mitte führte. Das Dekansamt in diesem Prodekanatsbezirk gehörte dann ab Dezember 2000 zu seinen Aufgaben als Stadtdekan, ebenso wie der Vorsitz des internationalen Kuratoriums der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Im Mai 2004 verabschiedete sich Strack in den Ruhestand.