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Am Bahnhof:Allacher wollen ein Parkhaus in Karlsfeld

Trotz der ablehnenden Haltung der benachbarten Gemeinde Karlsfeld im Landkreis Dachau und trotz der Kritik auch aus der eigenen Bürgerschaft bleibt der Allach-Untermenzinger Bezirksausschuss (BA) bei seiner Forderung nach einem Parkhaus in Karlsfeld. Im Gegenteil sei die Position Karlsfelds "nicht ganz so verständlich", da es in der Gemeinde selbst eine hohe Bautätigkeit gebe, sagte die CSU-Stadträtin und BA-Vorsitzende Heike Kainz.

Mit der voraussichtlich von 2025 an verkehrenden neuen Pendler-S-Bahn von Karlsfeld zum BMW-Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) kämen die Menschen zu ihren Arbeitsplätzen, ohne den Weg über die Innenstadt nehmen zu müssen. Damit, so Kainz, könnte viel Individualverkehr am Stadtrand abgefangen werden. Endlich eine Ringverbindung zu der bisherigen nur sternförmigen Erschließung zu haben, sei eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs und könne auch die S 2 entlasten. Ein Parkhaus in Karlsfeld sei von daher sinnvoll, ansonsten würden Pendler eben die Wohnstraßen zuparken. Für ganz wichtig hält Kainz es auch, an den Außenästen der S-Bahnen Parkmöglichkeiten zu schaffen.

Alle diese Fragestellungen will der Bezirksausschuss nun gemeinsam mit den Gremien in Karlsfeld und Dachau erörtern. Pascal Fuckerieder (SPD), Leiter des Unterausschusses Verkehr, mahnte schnelle Verhandlungen an, weil der S-Bahnhof Karlsfeld nun nach der MVV-Tarifreform zur M-Zone gehöre. Dies bedeutet, dass es für Pendler aus dem Landkreis Dachau in die Stadt preislich günstiger ist, von dort aus die S-Bahn zu nehmen.

Der Einwand einer Bürgerin, mit einem Parkhaus werde noch mehr Verkehr auf die Siber- und Eversbuschstraße gelockt, stimmt Kainz zufolge so nicht. "Das Ziel und die Idee ist ja, dass die Pendler die S-Bahn nehmen, bevor sie zu uns hereinfahren."

© SZ vom 20.03.2020 / anna
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