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Aktion in Karlsfeld:Blut für Menschen in Not

Blutspende Karlsfeld

Sie sind das Team vor Ort: Melanie Fritsch, Andreas Fichtl, Angelika Gumowski, Bernhard Seidenath, Paul Polyfka und Andreas Fritsch (links nach rechts)

(Foto: BRK)

173 Karlsfelder Spender haben die Reserven des BRK gefüllt

Gut ein Jahr ist vergangen, seitdem der Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Dachau die Möglichkeit zur Blutspende in Karlsfeld angeboten hat. Jetzt hat es die Wasserwacht übernommen. Mit einer großen Nachfrage hatte das Team nicht gerechnet. Doch immerhin 173 Spender haben mitgemacht, unter ihnen 49 zum ersten Mal. Darüber hinaus haben sich 16 Spender zusätzlich bei der Aktion Knochenmarkspende Bayern registrieren lassen.

Die Blutspendeaktion findet inzwischen nicht mehr im Bürgerhaus, sondern in der Grundschule an der Krenmoosstraße statt. Dieser Ort hat sich als geeigneter erwiesen. Unterstützt wurde die Wasserwacht vom Team der Schnellen Einsatzgruppe (SEG). Ortsgruppenleiter Andreas Fichtl hatte die Unterstützung seiner Schwimmerinnen und Schwimmer angeboten, da die Mitarbeiter der Wasserwacht im Winter weniger ausgelastet sind. Mit Erfolg: Die Spender konnten sogar vorab online ihren Wunschtermin buchen und mussten so nicht lange warten.

"Alle unsere Spender sind begeistert von der Online-Anmeldung", erzählt Fichtl. Sogar spontan Spendenwillige konnten Blut abgenommen bekommen. "Durch die gute Planbarkeit konnten auch noch 13 zusätzliche Spender, die nicht angemeldet waren, betreut werden. Somit konnte jeder Spender nach etwa 30 bis 45 Minuten die Blutspende wieder verlassen", berichtete Melanie Fritsch von der Karlsfelder Wasserwacht.

Langfristig soll das Angebot in den Landkreisgemeinden ausgebaut werden, kündigt der Kreisgeschäftsführer des BRK Paul Polyfka an. "Wir möchten einem Spender auch alternative Möglichkeiten anbieten, sollte er einmal einen Termin nicht wahrnehmen können."

Der BRK-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Bernhard Seidenath (CSU) betont zudem: "Wer Blut spendet, hilft damit schwerkranken Menschen. Auch und gerade in Corona-Zeiten brauchen wir dringend Blutkonserven. Dass unser Angebot so eingeschlagen hat, freut mich deshalb außerordentlich."

Die Aktion wäre ohne die ehrenamtlichen Helfer nicht möglich gewesen. "Auch wenn Blut dicker ist als Wasser, war es alles in allem eine sehr gelungene Premiere für uns Wasserwachtler", sagte Melanie Fritsch von der Wasserwacht.

Wer sich gesund fühlt, über 18 Jahre alt ist und selbst mit seiner Blutspende helfen möchte, kann sich unter www.drk-blutspende.de informieren und einen Termin ausmachen. Die Spende selbst dauert nur wenige Minuten, mit der Aufnahme der Spenderdaten, Ihrer Registrierung, der ärztlichen Untersuchung und der Erholungsphase nach der Spende muss mit einem Zeitaufwand von insgesamt etwa einer Stunde gerechnet werden. Einem Menschen in Not allerdings könnte diese Stunde das Leben retten, geben die Rotkreuzler zu bedenken.

© SZ vom 23.02.2021 / sz
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