Abschied von der Schule "Der Bau hat mich sehr beschäftigt"

Fünf Jahre lang leitete Reiner Hertweck die Erzbischöfliche Realschule in Weichs. Ende des Schuljahres geht er in Ruhestand, zuvor schaut er noch einmal zurück auf seine Zeit als Direktor

Von Sonja Siegmund, Weichs

Fünf Jahre ist Reiner Hertweck an der Erzbischöflichen Theresia-Gerhardinger-Realschule in Weichs als Schulleiter tätig gewesen. Ende dieses Schuljahres tritt der 63-Jährige seinen Ruhestand an. Am kommenden Montag, 23. Juli, wollen sich Schüler und Lehrer von ihm verabschieden. Gefeiert wird aber auch der Abschluss des Umbaus der ehemaligen Mädchenschule der Armen Schulschwestern.

SZ: Herr Hertweck, was war die größte Schwierigkeit, die Sie in Ihrer Zeit als Direktor meistern mussten?

Reiner Hertweck: Die größte Herausforderung war allen Personen zeitlich gerecht zu werden. Für die allermeisten Schülerinnen und Schüler, die sehr ordentlich ihre Aufgaben erledigen und sich immer einwandfrei verhalten, hätte ich gerne mehr Zeit gehabt. Leider beanspruchen einige wenige viele Ressourcen.

Seit das Erzbistum München-Freising 2004 die Trägerschaft von den Armen Schulschwestern übernommen hat, wurde viel gebaut. In wieweit waren Sie damit involviert?

Der Umbau der ehemaligen Mädchenschule der Armen Schulschwestern stand für Direktor Reiner Hertweck in den vergangenen Jahren oft im Vordergrund. Jetzt ist er fertig.

(Foto: Niels P. Jørgensen)

Das Bauen hat mich sehr beschäftigt. Zum Glück hatte ich fachkundige Hausmeister, die mich unterstützt haben. Auch ich selbst war seit meiner Heimleitertätigkeit im Studentenheim immer wieder mit Bau beschäftigt.

Haben Sie neben Ihren vielen administrativen Arbeiten auch unterrichtet?

Bis auf das letzte Schuljahr habe ich Physik in der 10. Klasse unterrichtet.

Gibt es noch Pläne oder Ideen für die Schule, die Sie aus zeitlichen Gründen nicht mehr umsetzen konnten?

Natürlich gibt es im Schulbereich ständig neue Ideen, die nach sorgfältiger Prüfung auf eine situationsgerechte Umsetzung warten. Für meine Nachfolgerin Frau Aumüller-Menz muss es auch etwas geben.

Was wünschen Sie ihr?

Dass sie vom Erzbischöflichen Ordinariat, dem Landratsamt, der staatlichen Schulaufsicht und der Gemeinde mindestens genau so viel Unterstützung erhält wie ich.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Weichser Schule?

Ende des Schuljahres geht der Direktor und Physiklehrer in Ruhestand. Seiner Nachfolgerin wünscht er viel Unterstützung von allen Seiten - so wie er sie auch hatte.

(Foto: Niels P. Joergensen)

Ich wünsche mir eine positive Weiterentwicklung, so dass sich alle in der Schulfamilie wohlfühlen können.

Wie wird sich Ihr Ruhestand gestalten? Gibt es Hobbys oder Aktivitäten, die während Ihres Berufslebens vielleicht zu kurz gekommen sind?

Da ich meine komplette Zeit für die Schule eingesetzt habe, habe ich keine Hobbys. Spaß beiseite. . . Ich werde meine Frau im Haus unterstützen - sie geht als Lehrerin noch in die Schule. Für die Zeit danach freue ich mich auf Reisen zu Nichtferienzeiten.

Wird Ihnen die Weichser Schule fehlen?

Ich denke, dass ich spätestens im September, wenn meine Frau wieder die Schultasche packt, wieder an Weichs denken werde. Aber die Schule ist nicht aus der Welt, ich freue mich dann über Einladungen zu Musikabenden und dem Kleinkunstabend.