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Abfallwirtschaft:Interkommunale Biomüllentsorgung

Im Bereich Abfallwirtschaft setzt der Landkreis Dachau fortan auf eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg, denn alle drei haben das Problem, dass einerseits immer mehr Bioabfall produziert wird, andererseits gleich zwei Verwertungsanlagen in der Region Oberbayern nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie rückgebaut, generalisiert oder gar stillgelegt werden. Die damit im Umkreis von 100 Kilometern noch verbleibenden Verwertungskapazitäten reichen laut Peter Kistler, Sachgebietsleiter Kommunale Abfallwirtschaft, nicht aus, um die schätzungsweise 40 000 bis 45 000 Jahrestonnen aufzufangen.

Um Entsorgungssicherheit und Ortsnähe der Biomüllentsorgung "langfristig und

marktunabhängiger" sicherstellen zu können, werden derzeit, mit fachlicher Unterstützung des gemeinsamen Kommunalunternehmens für Abfallwirtschaft (GfA), von den drei Landkreisen Möglichkeiten für eine langfristige interkommunale Zusammenarbeit zur Verwertung der anfallenden Bioabfälle diskutiert. Erste Erkenntnisse zu den Möglichkeiten einer Zusammenarbeit in diesem Bereich könnten laut Kistler bereits in der zweiten Jahreshälfte vorliegen.

Die Kosten für die Erstellung weiterer Untersuchungen sollen zu jeweils einem Drittel zwischen den beteiligten Landkreisen aufgeteilt werden. Nach jetzigem Stand geht Kistler von einem Budget von rund 25 000 Euro je Träger aus. Die Kreisräte des Umwelt- und Verkehrsausschusses stimmten einstimmig dafür, dieses Vorhaben weiter zu verfolgen.

© SZ vom 06.04.2021 / jala
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