119 von 121 Stimmen CSU kürt Kristina Frank zur "echten" Oberbürgermeister-Kandidatin

Kristina Frank will im März 2020 Dieter Reiter (SPD) sowie die grüne Kandidatin Katrin Habenschaden ausstechen.

(Foto: Robert Haas)

Der Wille, es etwas frischer anzugehen als in Wahlkämpfen gewohnt, war bei ihrer Nominierung nicht zu übersehen.

Von Dominik Hutter

Überraschend ist es nicht mehr, aber der offizielle Segen hat eben noch gefehlt. Und so kürte die Münchner CSU am Montagabend ihre designierte Oberbürgermeister-Kandidatin Kristina Frank mit 119 von 121 Stimmen zur "echten" Oberbürgermeister-Kandidatin. Die Kommunalreferentin und frühere CSU-Stadträtin will im März 2020 den SPD-Konkurrenten, den amtierenden Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), sowie die grüne Kandidatin Katrin Habenschaden ausstechen.

Franks Nominierung fand im Werksviertel statt, hoch über den Dächern der Stadt - der Wille, es etwas frischer anzugehen als in Wahlkämpfen gewohnt, war nicht zu übersehen. Frank, die 2014 erstmals ins Rathaus gewählt wurde, warb für ein Wachstum mit Maß. München müsse sich zurückerobern, was es gerade zu verlieren drohe. "Gemütlich und innovativ" solle es zugehen, "Dirndl und Digitalisierung eben", rief die frühere Richterin und Staatsanwältin in Abwandlung des alten "Laptop-und-Lederhose"-Slogans der Stoiber-CSU.

Die CSU-Politikerin kritisierte die Verkehrspolitik von SPD und Grünen, die auf die Ausgrenzung der Autofahrer setzten. Für Frank ist die CSU, die seit 2014 im Bündnis mit der SPD regiert, der "Motor der Stadtregierung, ohne den der Kapitän auf der Brücke und seine alte Tante SPD noch schlechter aussehen würden". Die Christsozialen wollten bald "nicht nur Motor sein, sondern auch Kapitän".

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